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Löw bangt um Schweinsteiger - WM-Quali ohne Podolski

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WM-Qualifikation  

Löw bangt um Schweinsteiger - WM-Quali ohne Podolski

28.08.2013, 16:18 Uhr | dpa

Löw bangt um Schweinsteiger - WM-Quali ohne Podolski. Bastian Schweinsteiger hat sich am Sprunggelenk verletzt.

Bastian Schweinsteiger hat sich am Sprunggelenk verletzt. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Die Verletzungen wichtiger Fußball-Nationalspieler haben die Pläne von Bundestrainer Joachim Löw für die bevorstehenden WM-Qualifikationsspiele durchkreuzt.

Der DFB-Chefcoach reagierte auf die aktuellen Entwicklungen mit einer Verschiebung der Nominierung seines Kaders für die Partien gegen Österreich und die Färöer um 24 Stunden auf diesen Freitag. Dann sollen die zahlreichen Fragezeichen - allen voran hinter Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger - geklärt sein.

Das erneute Verletzungspech seines "Leaders" erlebte Löw aus nächster Nähe mit. Vor den Augen des Bundestrainer humpelte Schweinsteiger am Dienstagabend beim 1:1 des FC Bayern in Freiburg vorzeitig vom Rasen. Der Mittelfeldchef hat zwar nur eine Stauchung und Kapselzerrung am Sprunggelenk seines rechten Problemfußes erlitten, wie eine Untersuchung am Mittwoch ergab. Trotzdem ist seine Teilnahme an den Länderspielen ungewiss. Zumal Schweinsteiger am Freitagabend in Prag womöglich angeschlagen für die Bayern das Supercup-Finale gegen den FC Chelsea bestreiten könnte.

Löw erhielt zudem eine schlechte Nachricht aus London. Der gerade in Form gekommene Lukas Podolski zog sich beim Einzug des FC Arsenal in die Champions-League-Gruppenphase eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel zu. "Podolski wird mindestens 21 Tage ausfallen", berichtete Arsenals Teammanager Arsène Wenger.

Nach dem am Rücken verletzten Dortmunder Ilkay Gündogan muss Löw damit auch Podolski fix von seiner Kaderliste für die Punktspiele am 6. September in München sowie vier Tage später in Torshavn streichen. Fraglich ist auch Marcell Jansen. Der Abwehrspieler fällt wegen eines schmerzhaften Zehenbruchs womöglich auch für das Bundesligaspiel des Hamburger SV gegen Eintracht Braunschweig aus. Auch Sami Khedira musste zuletzt bei Real Madrid wegen einer Knieprellung pausieren.

Die Rückkehr von Schweinsteiger wäre Löw beim Endspurt in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien besonders wichtig. Beim 3:3 im Testspiel vor zwei Wochen gegen Paraguay in Kaiserslautern hatte er auf den Mittelfeldspieler noch verzichtet, weil diesem nach einer im Juni durchgeführten Operation am rechten Fuß noch die Fitness fehlte. Gerade gegen Österreich soll mit Schweinsteiger wieder mehr Stabilität in die löchrige Defensive kommen. "Er ist eine Leader-Figur", äußerte Löw über Schweinsteiger. Seit der EM 2012 hat dieser nur drei Länderspiele bestreiten können.

Ohne Gündogan und Schweinsteiger wäre der Platz neben dem wohl einsatzfähigen Khedira auf der Doppel-Sechs vakant. Gegen Paraguay konnte sich der Leverkusener Lars Bender als Einwechselspieler empfehlen. Außerdem wird der Münchner Toni Kroos nach der Geburt seines Sohnes zurückkehren. Jungstar Mario Götze könnte erstmals als Bayern-Spieler eingeladen werden. In Topform ist der Offensivspieler nach seiner langwierigen Verletzung aber noch nicht.

Löw hatte schon angekündigt, womöglich den auf der US-Reise im Sommer getesteten Offensivspielern Max Kruse (Gladbach) und Sidney Sam (Leverkusen) eine weitere Chance in der WM-Saison zu geben. Angeführt werden wird der deutsche Kader von Kapitän Philipp Lahm, der gegen Österreich vor seinem 100. Länderspiel steht.

Mit zwei Siegen könnte die DFB-Auswahl womöglich schon vor den letzten Spielen im Oktober gegen Irland und Schweden das WM-Ticket lösen. Danach will der DFB auch über eine Vertragsverlängerung mit Löw über 2014 hinaus sprechen. Laut "Sport Bild" könnte ein neuer Kontrakt eine "Abfindungssumme" für den Fall beinhalten, dass sich der Verband und Löw im Falle einer WM-Enttäuschung trennen sollten.

Eine durchaus denkbare Variante ist das. "Wir haben großes Vertrauen zueinander", hatte Löw am Rande des Paraguay-Spiels über sein Verhältnis zu DFB-Präsident Wolfgang Niersbach geäußert. Löw erklärte aber auch, dass es für ihn persönlich "kein Störfeuer" bedeuten würde, wenn er wie schon 2010 in Südafrika auch in sein zweites WM-Turnier mit einer ungeklärten Zukunft gehen würde.

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