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UEFA-Boss Michel Platini fordert Veränderung des Transfersystems

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Kritik vom UEFA-Boss  

Platini fordert Veränderung des Transfersystems

30.08.2013, 15:31 Uhr | dpa, sid

UEFA-Boss Michel Platini fordert Veränderung des Transfersystems. UEFA-Boss Michel Platini sind die hohen Ablösesummen ein Dorn im Auge. (Quelle: dpa)

UEFA-Boss Michel Platini sind die hohen Ablösesummen ein Dorn im Auge. (Quelle: dpa)

Angesichts der sich immer höher schraubenden Spirale bei den Ablösesummen hat UEFA-Präsident Michel Platini das Finanzgebaren einiger Klubs heftig kritisiert. Die Höhe von Transfersummen sei schon immer diskutiert worden, auch als die Rekordzahlungen noch im einstelligen Millionenbereich lagen.

"Wenn Madrid drei Spieler für 30 Millionen kaufen würde, würde niemand etwas sagen", ist sich der Franzose sicher. Doch wohl auch angesichts des möglichen Wechsel von Gareth Bale zu Real Madrid forderte er, dass sich der Weltverband FIFA grundsätzlich über eine Veränderung des Transfersystems und der Geldflüsse bei Spielerwechseln nachdenken müsse.

In diesem Zusammenhang ist Platini ein großer Dorn im Auge, "dass heute viele Spieler ja nicht einmal den Klubs, sondern Unternehmen oder Investoren gehören. Nach Meinung des Franzosen "werden die Spieler damit zu Handelsware".

Platini: "Verträge werden nicht mehr respektiert"

Kritisch sieht Platini auch die vorzeitigen Wechsel. "Niemand respektiert mehr die Verträge. Wenn man einen Vertrag unterschreibt, muss man ihn respektieren. Das ist meine Meinung. Da ist etwas Ungesundes im ganzen Fußball-Geschäft", beklagte der UEFA-Boss.

Auch die Möglichkeit, während der Saison den Verein zu wechseln, ist laut Platini nicht optimal. "Es muss Überlegungen zum Winter-Transferfenster geben. Innerhalb von vier Monaten nach dem Saisonstart kann ein Spieler den Klub wechseln. Da läuft etwas schief", sagte der Franzose. Er sprach sich für eine Verkürzung des Transferfensters aus. Dieses endet in diesem Jahr am 2. Septmeber, also deutlich nach Saisonbeginn in vielen europäischen Ligen.

UEFA: Financial Fair Play ist ein Erfolg

Das eigene Kontrollsystem Financial Fair Play (FFP) bezeichneten Platini und UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino erneut als Erfolg. Beleg hierfür sei auch der Rückgang der ausstehenden Zahlungen von Vereinen untereinander und an Spieler von 57 Millionen Euro im Jahr 2011 auf derzeit neun Millionen Euro.

Erstmals lag die Umsatzsteigerung der Vereine mit 6,9 Prozent über der Lohnsteigerung (6,5 Prozent) für die Profis. Der Verlust von Europas Erstligisten reduzierte sich von 1,7 Milliarden Euro in 2011 auf 1,06 Milliarden Euro 2012. Diese Zahlen wertete Infantino als Indizien für eine vernünftigere Finanzpolitik der Klubs angesichts drohender Strafen durch die UEFA.

Paris St. Germain, Manchester City und AS Monaco im Visier

Platini versprach, bei der nächsten Prüfung der Finanzzahlen auch ganz genau auf die Aktivitäten umstrittener Klubs wie Paris St. Germain oder Manchester City zu achten, die sich durch Investorengelder hohe Ablösesummen leisten können.

Noch nicht im UEFA-Radar erfasst ist AS Monaco. Der Aufsteiger in die französische Ligue 1 hat durch die Finanzspritzen des russischen Milliardärs Dimitri Rybolowlew mehrere hundert Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben, die er nur schwerlich aus seinen Einnahmen finanzieren konnte. Erst wenn sich Monaco für einen Europacup qualifiziert, werden die Investitionen durch das FFP-System kontrolliert. "Dann schauen wir uns die Aktivitäten der letzten drei Jahre an", sagte Infantino.

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