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Fußball  

Mit WM-Beruhigungspille gegen Färöer

08.09.2013, 14:48 Uhr | dpa

Mit WM-Beruhigungspille gegen Färöer. Bundestrainer Joachim Löw will auch gegen Färöer nicht locker lassen.

Bundestrainer Joachim Löw will auch gegen Färöer nicht locker lassen. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Joachim Löw lässt nach der WM-Beruhigungspille gegen Österreich nicht locker. Nach den überzeugend "erledigten Hausaufgaben" gegen den einmal mehr leidenden Nachbarn gönnte der Bundestrainer den Nationalspielern nur einen halben Tag zum Entspannen im spätsommerlichen München.

Am Sonntag startete Löw mit voller Konzentration die Vorbereitung auf die Abenteuer-Reise in den hohen Norden Europas auf die Färöer. Beim Training fehlte allein Marco Reus wegen eines Magen-Darm-Infekts.

Auf dem Kunstrasen in der kleinen Tórsvøllur-Arena in der Insel-Hauptstadt Tórshavn könnte gegen den Fußball-Zwerg schon am Dienstag das WM-Ticket gelöst werden und damit grünes Licht an den DFB ergehen, die verabredete weitere Zusammenarbeit mit Löw bis 2016 zu fixieren. "Naheliegend ist, dass man in der Konstellation weitermacht, wenn es sich so bewährt hat", erklärte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in der ARD: "Auch er (Löw) weiß, dass der DFB ein sehr guter Arbeitgeber ist."

Im Bestreben, mit der Sportlichen Leitung um Löw und Manager Oliver Bierhoff zeitnah zu verlängern, durfte sich Niersbach beim klaren 3:0 gegen die Ösi-Kicker bestätigt fühlen. "Wir sind absolut auf Kurs, wir können Brasilien immer konkreter planen", sagte der DFB-Chef "absolut zufrieden - nicht euphorisch".

Der Fußballlehrer Löw bewies einmal mehr, dass er sein hochbegabtes Personal immer noch auf den Punkt vorbereiten kann, wenn er Zeit hat. "Wir waren ein paar Tage länger zusammen als im August, wir haben an verschiedenen Dingen gearbeitet auf dem Platz und haben über manche Dinge gesprochen", benannte Löw die Unterschiede zum erschreckenden 3:3 gegen Paraguay. "Die Jungs haben das überragend gut gemacht über diese 90 Minuten."

In Tórshavn, wo die 21 DFB-Akteure sogar das Hotel mit dem Gegner teilen werden, soll unbedingt nachgelegt werden. "Wichtig ist, dass wir das Spiel seriös angehen und die drei Punkte holen", erklärte Jérome Boateng am Sonntag. Anknüpfen an Österreich lautet die Vorgabe. Den sechsten Sieg im siebten Quali-Spiel hatte besonders Kapitän Philipp Lahm genossen: "Wenn man vor der Haustür sein Jubiläum hat, sein 100. Länderspiel 3:0 gewinnt gegen den Tabellenzweiten, dann ist alles in Ordnung." Ein Sieg gegen den punktlosen Tabellenletzten Färöer würde bereits den Gruppensieg bedeuten, falls Schweden in Kasachstan patzen sollte.

Der Österreich-Erfolg war eine WM-Beruhigungspille für die Fußball-Nation. Löws "Jungs" lieferten das, was zuvor erarbeitet worden war: Defensive Kompaktheit ohne Verlust der offensiven Durchschlagskraft. "Schön, dass wir zu Null gespielt haben", sagte Löw zu den aus seiner Sicht überzogenen Abwehrdebatten. Linksverteidiger Marcel Schmelzer, der wegen einer Kieferprellung ausgewechselt werden musste, trainierte am Sonntag wieder.

Der Schlüssel zum erst zweiten Zu-Null-Spiel des Jahres war für Löw "die Intensität, mit der wir den Gegner attackiert haben." Es arbeitete - auch nach hinten - wieder ein Kollektiv. "Für mich als Torwart war die wichtigste Erkenntnis, dass wir noch zu Null spielen können", sagte Manuel Neuer. "Heute gibt's nicht viel zu meckern", meinte auch Thomas Müller, der mit der 3:0-Zugabe (88. Minute) den gelungenen Fußballabend abgerundet hatte. Eingeleitet hatte ihn Miroslav Klose (33.) mit dem "wichtigen 1:0", wie Löw hervorhob.

"Das bedeutet mir sehr viel", sagte der 35-jährige Klose nach seinem 68. Treffer zum egalisierten DFB-Rekord von Gerd Müller. Toni Kroos (51.) krönte seine gute Leistung als Schweinsteiger-Ersatz auf der Sechser-Position mit dem Gewaltschuss zum 2:0.

Zwei große Gewinner des Abends waren Boateng und Per Mertesacker. Das neue Innenverteidiger-Pärchen machte hinten dicht. "Ich hatte das Gefühl, dass Jérome Boateng aufgrund seiner Spiele in den letzten Wochen und Monaten bei den Bayern diese Chance verdient hatte", begründete Löw die Entscheidung pro Boateng und gegen Mats Hummels. Den Dortmunder schreibt der Bundestrainer nicht ab: "Ich baue auf diesen Jungen." Besonders Mertesacker verblüffte mit einer neuen, offensiveren Verteidigungshaltung. Löw erklärte ihn wegen seines Ballgewinns im Mittelfeld sogar zum Urheber des dritten Tores: "Das ist offensives Verteidigen, was Per da gemacht hat."

Mertesacker ist ein vertrauter Weggefährte von Löw seit dessen Beförderung zum Bundestrainer 2006. Kontinuität strebt auch der DFB an. Er habe "große Sympathie", den Weg mit Löw, Bierhoff, Torwartcoach Andreas Köpke und dem als Sportdirektor gehandelten Assistenztrainer Hansi Flick über 2014 hinaus weiterzugehen, sagte Verbandsboss Niersbach. Löw bestätigte bei "kicker online", dass "zwei bis drei Eckdaten" seines neuen Vertrages schon "festgelegt" worden seien. Fix ist, dass die Sportliche Leitung vor nächsten Sommer nicht gesprengt wird. "Die Vier, die bisher die Qualifikation souverän bewältigt haben, sollen auch die Verantwortung für die WM in Brasilien tragen", verkündete Niersbach.

Voraussichtliche Aufstellung:

Neuer - Lahm, Mertesacker, Boateng, Schmelzer - Khredira, Kroos - Müller, Özil, Schürrle - Klose

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