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Fußball  

Nach 0:3-Pleite konzentriert sich Österreich auf Irland

08.09.2013, 13:18 Uhr | dpa

Nach 0:3-Pleite konzentriert sich Österreich auf Irland. Die Österreicher wollen die Niederlage gegen Deutschland schnell aus den Köpfen verbannen.

Die Österreicher wollen die Niederlage gegen Deutschland schnell aus den Köpfen verbannen. (Quelle: dpa)

Wien (dpa) - Felix Austria bleibt keine Zeit unglücklich zu sein. Das schmerzhafte 0:3 in München gegen den großen Nachbarn Deutschland müssen David Alaba und Co. schnell aus den Köpfen kriegen, sonst ist der Traum von der WM am Zuckerhut am Dienstag schon vorbei.

Nur ein Sieg gegen die ebenfalls enttäuschten Iren hält die Chance auf den zweiten Platz in der WM-Qualifikationsgruppe C aufrecht. "Der Vorteil ist, dass wir jetzt wissen, was wir tun müssen. Wir brauchen nicht mehr zu rechnen", sagte Verbandsdirektor Alfred Ludwig.

Trainer Marcel Koller setzt ist für die Partie im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion durchaus optimistisch. "Das wird ein anderes Spiel, wir werden mehr Ballbesitz haben", prophezeit der Schweizer. Mit elf Punkten ist Österreich gleichauf mit den Iren. Die Schweden haben nach ihrem Sieg in Dublin 14 Zähler und in Kasachstan einen weiteren Pflicht-Dreier zu bewältigen. Da dann nur noch sechs Punkte zu vergeben sind, hat nur der Sieger von Wien noch realistische Chancen Platz zwei und damit die Playoffs zu erreichen.

Die Aufarbeitung der München-Pleite war schnell erledigt. "Es war eine klare Sache", analysierte der Teamchef Koller nach dem ungleichen Bruderduell. "Wir mussten viel Laufarbeit verrichten, konnten die Deutschen aber nie richtig packen." Er sei enttäuscht vom Ergebnis, aber die Mannschaft habe alles gegeben: "Deutschland ist eine Weltklassemannschaft."

Deutschland sei eine Klasse besser gewesen, sagte auch Österreichs Fußballstar Alaba vom FC Bayern München: "Die Deutschen haben den Ball und uns laufen gelassen, wir hatten fast keinen Zugriff." Das Team habe keine spielerischen Mittel gefunden, um dagegenzuhalten, äußerte Martin Harnik (VfB Stuttgart) enttäuscht: "Wir haben unter der Woche gesagt, dass wir an uns glauben wollen, doch davon habe ich vor allem in der ersten Hälfte nichts gespürt."

"Österreich war chancenlos" titelte die "Kronenzeitung" am Samstag und stellte fest: "Wie so oft gegen Deutschland: Alles gegeben, aber nichts erreicht." "Traum vom Wunder wurde zum Albtraum", schrieb "Österreich". Stürmer-Legende Toni Polster klagte in dem Blatt: "Wieder blieb die Sensation aus. Wieder müssen wir uns die großen Sprüche unsers Lieblingsnachbarn gefallen lassen. Wieder müssen wir auf das nächste Córdoba warten."

"Dieses Spiel bricht unser Selbstvertrauen überhaupt nicht", kündigte der fahrig agierende Linksverteidiger Christian Fuchs (Schalke 04) an. Die WM-Chance lebe noch: "Aber jetzt gilt für Österreich: Verlieren verboten", mahnte die "Kronenzeitung".

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