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Fußball  

Hummels-Debatte nervt Klopp - Löw reagiert auf Kritik

15.09.2013, 21:09 Uhr | dpa

Hummels-Debatte nervt Klopp - Löw reagiert auf Kritik. BVB-Coach Jürgen Klopp kann die Kritik des Bundestrainers an seinen Spielern nicht nachvollziehen.

BVB-Coach Jürgen Klopp kann die Kritik des Bundestrainers an seinen Spielern nicht nachvollziehen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Jürgen Klopp beklagt einen zu kritischen Umgang mit Spielern von Borussia Dortmund und wünscht sich von Joachim Löw eine Aufklärung gerade der jüngsten Vorwürfe gegen Mats Hummels.

Der Bundestrainer will das Gespräch mit dem BVB-Chefcoach suchen, sieht aber keinen Grund, seine Personalpolitik zu korrigieren. "Ich habe zuletzt immer wieder betont, dass Mats Hummels ein sehr guter Innenverteidiger ist, der in unseren Planungen eine wichtige Rolle einnimmt. Das weiß auch Jürgen Klopp", erklärte Löw in der "Bild"-Zeitung. Die neue Situation sei vor allem Ergebnis des Konkurrenzkampfes in der Fußball-Nationalmannschaft.

"Ich glaube nicht, dass Jogi Löw ein Problem mit Borussia Dortmund hat. Aber es ist auch Tatsache: Wenn Fehler Namen kriegen, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass es ein Borussia-Dortmund-Spieler ist", hatte Klopp vor dem BVB-Spiel am Samstagabend gegen den Hamburger SV (6:2) im Pay-TV-Sender Sky geäußert. "Sicher werden wir in den nächsten Wochen eine passende Gelegenheit finden, um uns in Ruhe auszutauschen", kündigte Löw an. Generell müsse ein Trainer aber das Recht haben, "die Dinge anzusprechen, die ihm nicht gefallen", ergänzte Löw: "Nur so können wir uns verbessern."

In den jüngsten WM-Qualifikationsspielen gegen Österreich (3:0) und die Färöer (3:0) habe er Jérôme Boateng neben Per Mertesacker den Vorzug gegeben, "weil ich der Meinung war, dass er sich aufgrund seiner konstant starken Leistungen in den letzten Monaten beim FC Bayern diese Chance verdient hat", betonte Löw nochmals. Insgesamt sei ein großer Konkurrenzkampf in der Nationalmannschaft "doch normal und positiv", unterstrich Löw. "Wir haben niemals in Frage gestellt, dass der Jogi Löw die Mannschaft aufstellt", sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in der Fußball-Debatte des TV-Senders Sky90.

Klopp sieht Hummels Leistungen wie auch die anderer Dortmund-Akteure in den Medien nicht fachgerecht beurteilt. "Ich möchte über das Richtige diskutieren und keine Themen aufmachen - nicht: 'Klopp sagt das über Löw'. Das ist Blödsinn. Ich möchte gerne über Fußball sprechen", erregte sich Klopp im "ZDF-Sportstudio".

Klopps Ärger bezog sich im Kern auf die öffentliche Diskussion um Innenverteidiger Hummels nach dem Länderspiel gegen Paraguay (3:3). Hummels hatte bei zwei Gegentoren schlecht ausgesehen und seinen Platz in der Startelf an Bayern-Profi Jérôme Boateng verloren. Klopp, einst selbst Experte beim ZDF, monierte auch die Aufarbeitung durch seinen Nachfolger als Analytiker, Oliver Kahn. "Ihr seid nicht aus der Verantwortung", sagte der Dortmund-Trainer den Kritikern. "Wenn einer unserer Spieler angegangen wird, dann schmeißen wir uns mit allem was wir haben, dazwischen", meinte Watzke.

Klopp hatte schon die Medien-Vorwürfe gegen Hummels nach dem verlorenen EM-Halbfinale 2012 gegen Italien wegen eines verlorenen Zweikampfes vor dem ersten Gegentor nicht verstanden. Und auch die kritischen Löw-Aussagen zu Marcel Schmelzer vor dem WM-Qualifikationsspiel in Irland (6:1) im vergangenen Oktober hat er nicht vergessen. "Ich habe mich damals bei Marcel Schmelzer ein wenig gewundert und jetzt bei Mats. Solche Dinge müssen dann auch mal aufgeklärt werden. Die Fehler beim Paraguay-Spiel stehen bis heute so da, als hätte die Mats alleine verbockt", monierte Klopp.

Gegen den HSV habe Hummels die richtige Reaktion gezeigt, meinte Klopp: "Er könnte in so einer Situation auch unruhig werden und versuchen, besondere Dinge zu machen. Das hat er nicht gemacht, das spricht für seine Klasse. Ich war sehr zufrieden." Klopp wies zwar mehrfach auf sein "normales Verhältnis" zu Löw hin. Er wisse aber nicht, ob der Bundestrainer mit Hummels über dessen Leistung gesprochen habe und ob der DFB-Chefcoach Fehler aufarbeite.

Nicht nur BVB-Profis wurden von Löw im Nationalteam schon öffentlich kritisiert. Vor der EM hatte er zum Beispiel Bayern-Verteidiger Boateng nach einem publik gewordenen nächtlichen Ausflug sportlich in die Pflicht genommen. Für seine harschen Worte gegen Schmelzer in Dublin ("In der Bundesliga gibt es gerade außen links ganz, ganz wenige Alternativen, und ich kann sie mir auch nicht schnitzen.") hatte sich Löw später entschuldigt. Seitdem ist der Dortmunder als linker Verteidiger eine feste Größe im DFB-Team.

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