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Schluss mit "Quälix"  

Magath räumt mit seinem Image auf

19.10.2013, 11:58 Uhr | dpa, t-online.de

Felix Magath räumt mit seinem Image auf. Fühlt sich falsch verstanden: Felix Magath. (Quelle: imago/MIS)

Fühlt sich falsch verstanden: Felix Magath. (Quelle: MIS/imago)

Der Name Felix Magath weckt gemeinhin Assoziationen an Medizinbälle, keuchende Profis und fragwürde Spieler-Transfers. Ein falsches Bild, wenn es nach dem ehemaligen Trainer des VfL Wolfsburg, FC Schalke und FC Bayern geht.

"Ich erkenne eine deutliche Diskrepanz zwischen dem, was ich geleistet habe, und dem, wie es dargestellt wird", sagte der 60-Jährige im Interview der "Stuttgarter Zeitung".

"Toleranter und rücksichtsvoller Mensch"

Magath sieht seine Leistung nicht angemessen gewürdigt. Als Beispiel führte er seine Arbeit bei Schalke 04 an: "Als mein Team und ich im Sommer 2009 dort angefangen haben, war der Verein nur noch sportliches Mittelmaß und wirtschaftlich eher ein Abstiegskandidat. Ein Schnitt und ein Neuanfang waren überlebensnotwendig. Mit den von uns geschaffenen Grundlagen gehört der Klub wieder zu den besten Mannschaften in Deutschland. Nebenbei wurden noch 100 Millionen Euro Schulden abgebaut." Magath war im März 2011 als Trainer, Manager und Vorstandsmitglied entlassen worden.

Auch sein Image des autoritären Schleifers deckt sich nicht mit Magaths Selbsteinschätzung. Er sei "ein freiheitsliebender, toleranter und rücksichtsvoller Mensch", sagte Magath. Er müsse damit leben, in Schubladen wie "Quälix" gesteckt zu werden.

Rückkehr als Trainer nicht ausgeschlossen

Magath erklärte auch, er habe lukrative Angebot ausgeschlagen und wolle nicht um jeden Preis ins Fußballgeschäft zurückkehren. "Ich sehe keine dringende Veranlassung, meinen aktuellen Zustand mit Gewalt zu beenden." Reizvoll seien für ihn Aufgaben im Fußball, bei denen er sich "zum Wohle einer Sache" engagieren könne. "Ich bin da ein sogenannter Idealist - auch wenn das vermutlich nicht alle glauben."

Magath stand zuletzt als Trainer und sportlicher Geschäftsführer in Diensten des VfL Wolfsburg, wo er im Oktober 2012 entlassen wurde. In den letzten Wochen wurde er als Trainer-Kandidat beim HSV gehandelt.

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