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WM 2022 in Katar ist für Theo Zwanziger einer der größten Fehler im Sport

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Kritik an WM-Vergabe 2022  

Zwanziger: "Größter Fehler im Sport"

27.11.2013, 16:25 Uhr | dpa

WM 2022 in Katar ist für Theo Zwanziger einer der größten Fehler im Sport. Scharfer Kritiker: Theo Zwanziger wettert wegen der WM 2022. (Quelle: dpa)

Scharfer Kritiker: Theo Zwanziger wettert wegen der WM 2022. (Quelle: dpa)

Mit scharfer Kritik hat Theo Zwanziger die Diskussionen über die umstrittene WM 2022 in Katar neu angeheizt. "Ich konnte diese Entscheidung niemals verstehen. Das ist einer der größten Fehler, die es jemals im Sport gegeben hat", sagte der ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Mitglied der FIFA-Exekutive bei einer Diskussion von "Zeit Online" in Berlin.

Zwanziger hat sich bereits wiederholt für eine Aufklärung der WM-Vergabe eingesetzt. Zu Problemen wie der großen Hitze und der kleinen Fläche des Landes komme die kritische Lage der Arbeiter hinzu, sagte der 68-Jährige. "Wir müssen jetzt Druck machen, dass diejenigen, die für die Arbeitnehmer zuständig sind, schärfer beobachtet werden", forderte er. Amnesty International hatte in einem alarmierenden Bericht Menschenrechtsverletzungen und massive Missstände auf den Baustellen im WM-Gastgeberland angeprangert.

Auf jeden Fall in Katar

Derweil sprach Joseph Blatter ein Machtwort: Die umstrittene WM 2022 werde auf jeden Fall in Katar stattfinden, sagte der 77 Jahre alte FIFA-Präsident in Kuala Lumpur und machte gleichzeitig die Medien für die schlechte Außendarstellung des Turniers im Golf-Emirat verantwortlich.

Katar 2022 
FIFA reagiert auf Amnesty-Protest

Sepp Blatter glaubt, es sei genügend Zeit die Probleme zu lösen. Video

Blatter greift Medien an

"Wir haben die Entscheidung getroffen, eine Weltmeisterschaft in der arabischen Welt zu spielen, und wir werden die WM in Katar ausrichten", sagte Blatter, der jedoch das Dauerthema in der vergangenen Woche mit Vorwürfen selbst neu befeuert hatte.

Deutschland und Frankreich hätten vor der entscheidenden Abstimmung über den WM-Ausrichter aus wirtschaftlichen Interessen Druck auf FIFA-Entscheidungsträger ausgeübt, so der FIFA-Boss, ohne weitere Details zu nennen. In Malaysia verurteilte er daneben die Medien. "Die Kritik, vor allem die der europäischen Medien, an der WM-Vergabe ist völlig überzogen und ungerechtfertigt", sagte der Schweizer.

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