Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

Das Fußballjahr 2013: zwischen Steueraffäre und deutschem Wembley

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

So lief das Fußball-Jahr 2013  

WM-Ticket, Rekordserie und deutsches Wembley

27.12.2013, 09:29 Uhr | t-online.de

Das Fußballjahr 2013: zwischen Steueraffäre und deutschem Wembley. Bayern-Präsident Uli Hoeneß beim Gewinn der Champions League in Wembley. (Quelle: imago/MIS)

Bayern-Präsident Uli Hoeneß beim Gewinn der Champions League in Wembley. (Quelle: MIS/imago)

2013 neigt sich dem Ende entgegen. Damit ist auch ein wieder turbulentes Sportjahr bald Geschichte. t-online.de blickt noch einmal auf die Geschehnisse in den wichtigsten Sportarten zurück.

Heute: Der Fußball, in dem mit dem rein deutschen Champions-League-Finale in Wembley und der souveränen WM-Qualifikation zwei absolute Highlights zu bestaunen waren.

Zwischen sportlichen Höhen und Steuerbetrug

"Gemeinsam haben wir Geschichte geschrieben - vielen Dank für 2013": Mit einem Riesenplakat bedankten sich die Spieler des FC Bayern bei ihren Fans, nachdem sie Mitte Dezember auch das 17. Bundesliga-Heimspiel des Kalenderjahres gewonnen hatten. Das beste Jahr der Vereinshistorie wird für jeden Freund und Sympathisanten der Münchner ewig in Erinnerung bleiben.

Der unfassbare Erfolg unter Jupp Heynckes bis zur Jahresmitte mit dem Gewinn des Triples aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League; der nicht minder erfolgreiche Übergang zum neuen Startrainer Pep Guardiola mit der sagenhaften Siegesserie, die im Gewinn der Klubweltmeisterschaft gipfelte - all das machte den stolzen FC Bayern 2013 aus.

Aber auch dies war der FC Bayern 2013: Der Präsident des Klubs ein selbsterklärter Steuerbetrüger; der Vorstandsvorsitzende vorbestraft, weil er mit teuren Uhren im Gepäck vom Zoll erwischt wird. Abseits des Rasens gelingen den erfolgsverwöhnten Münchnern um ihre Chefs Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge kaum positive Schlagzeilen.

Stärkste Nationalelf aller Zeiten - auch ohne Khedira

Aber das Fußballjahr hatte noch viel mehr zu bieten: Die deutsche Nationalmannschaft machte Nägel mit Köpfen und qualifizierte sich eindrucksvoll für die WM 2014 in Brasilien. Schon im vorletzten Gruppenspiel gegen Irland löste das Team von Bundestrainer Joachim Löw das Ticket, zum Abschluss revanchierte sich die DFB-Elf mit einem 5:3 in Schweden für das denkwürdige 4:4 im Hinspiel, als ein Vier-Tore-Vorsprung nicht zum Sieg reichte. Die Gruppenauslosung hat der DFB-Elf anspruchsvolle, aber schlagbare Gegner beschert: Ghana, USA und Portugal.

Während das WM-Quartier eigens für die Nationalmannschaft noch gebaut wird, hat Löws Kader längst deutliche Formen angenommen für das Unternehmen Titelgewinn. Trotz der schweren Verletzung von Sami Khedira und weiterer Ausfälle geht der Bundestrainer mit dem vermutlich besten Kader der DFB-Geschichte ins WM-Jahr.

Auch auf den wenigen vakanten Positionen zeichnet sich eine Tendenz ab: Dass Roman Weidenfeller im letzten Länderspiel des Jahres 2013 in England sein Debüt feierte, darf als Vorentscheidung für die Besetzung der dritten Torhüter-Stelle gewertet werden.

Nicht alles Gold, was glänzt: Fankrawalle und Langeweile-Liga

Die Bundesliga war stark wie nie und glänzte auch international. Ein halbes Jahr nach Wembley bestätigten die vier deutschen Königsklassen-Klubs den Aufwärtstrend und zogen geschlossen ins Achtelfinale ein der Champions League ein. Und doch gibt es dunkle Seiten: Die Bundesliga leidet weiter unter einem Gewaltproblem. Das Revierderby zwischen Schalke und Dortmund brachte erneut die hässliche Fratze des Fußballs hervor und zeigte, dass nicht überall heile Welt vorzufinden ist. Auch im Nordderby zwischen Hannover 96 und Bundesliga-Rückkehrer Eintracht Braunschweig gab es schlimme Szenen.

Bei Klubs wie Borussia Dortmund versuchen Rechtsradikale ein unseliges Comeback auf den Rängen - dieses Übel glaubte man überwunden zu haben. Bei Teams wie Zweitligist Dynamo Dresden scheint Fan-Randale inzwischen sogar zur Vereins-Folklore zu gehören.

In Sachen Spannung könnte sich die Dominanz des FC Bayern als Bumerang erweisen. Denn wenn alles so weiterläuft wie in der Hinrunde, werden die Münchner möglicherweise auch im zweiten Jahr in Folge mit über zwanzig Punkten Vorsprung ins Ziel trudeln.

Über lang oder kurz schafft sich die Langeweile-Liga ein ernsthaftes Problem, wenn die Meisterschaft immer schon im März entschieden ist. Das Gerede von "spanischen Verhältnissen" in Deutschland hat gerade mal einen Sommer gehalten. Es sind nicht einige wenige Klubs wie in der Primera Divison, die auf Jahre hinaus die Spitzenposition unter sich ausmachen - in der Bundesliga bleibt München das alleinige Maß aller Dinge, stärker als je zuvor.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal