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DFB-Camp wird noch gebaut - Bierhoff: "Nicht nervös"

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DFB-Camp wird noch gebaut - Bierhoff: "Nicht nervös"

13.12.2013, 19:48 Uhr | dpa

DFB-Camp wird noch gebaut - Bierhoff: "Nicht nervös". Bauarbeiter stellen derzeit das Ressort "Campo Bahia" fertig.

Bauarbeiter stellen derzeit das Ressort "Campo Bahia" fertig. Foto: Vera Gomes. (Quelle: dpa)

Frankfurt (dpa) - Die WM-Planung von Joachim Löw steht, am "Germanischen Dorf" im brasilianischen Atlantik-Örtchen Santo André aber wird noch kräftig gebaut.

Der Bundestrainer wird mit der deutschen Nationalmannschaft 2014 im Fußball-Traumland Brasilien das Basisquartier im "Campo Bahia" 30 Kilometer nördlich des beliebten Urlaubsortes Porto Seguro aufschlagen. Die komplette Fertigstellung des 15 000 Quadratmeter großen Sport- und Naturresorts soll nach DFB-Angaben im kommenden Frühjahr erfolgen. "Ich bin überhaupt nicht nervös. Wir haben die Zusage, dass bis März 2014 alles fertig ist", erklärte Teammanager Oliver Bierhoff am Freitag in Frankfurt/Main.

An den schier endlosen Sandstränden von Santo André im Bundesstaat Bahia entstehen 14 zweigeschossige Wohnhäuser, Funktionsgebäude und ein Trainingsplatz. Insgesamt soll es 65 Wohn- und zusätzliche Funktionsräume geben. "Das wird nicht für uns gebaut. Es wird auch nicht nach unseren Wünschen gebaut", wies Bierhoff anderslautende Berichte zurück. Hinter dem "Germanischen Dorf", wie der Europameister von 1996 die Anlage in seiner Präsentation bezeichnete, steht eine deutsche Unternehmer-Familie. "Es gibt keine finanzielle Beteiligung von DFB-Sponsoren", betonte Bierhoff.

Das "Campo Bahia" unweit von Cabralia, dem Entdeckungsort Brasiliens wäre ohnehin errichtet worden. "Die Spieler wohnen in einer Art Wohngemeinschaft. Sechs, sieben Spieler wohnen in einem Haus zusammen", verriet Bierhoff. Die Anmietung läuft offiziell über den Weltverband FIFA. Allerdings kann der DFB in der Bauphase Einfluss auf Kleinigkeiten nehmen, damit die Bayern- oder Dortmund-Häuschen sowie die Arsenal- oder Schalke/Leverkusen-WG perfekt gelingen.

"Wir haben uns bei der Quartiersuche schwergetan, wie viele andere Länder auch. Es gibt in Brasilien einfach weniger Hotels oder Resorts als zum Beispiel in Deutschland", begründete der Manager die ungewöhnliche Auswahl: "Ich bin sicher, dass das Quartier etwas Besonderes sein wird", sagte Bierhoff, der auf die kurzen Wege im "Campo Bahia" und zum Flughafen bei Porto Segura verwies: "In fünf Minuten sind Trainingsplatz und Medienzentrum erreichbar. Die Anlage bietet alle Möglichkeiten, die wir uns während des hoffentlich langen Zeitraums der WM wünschen. Wir können dort ebenso trainieren wie regenerieren und uns konzentrieren."

Nach den feststehenden Vorrunden-Spielorten Salvador (16. Juni gegen Portugal), Fortaleza (21. Juni gegen Ghana) und Recife (26. Juni gegen die USA mit Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann) hat der DFB seine WM-Vorbereitung nochmals modifiziert. Das Team wird am 7. Juni nach Brasilien fliegen und einen Tag später sein Stammquartier "Campo Bahia" beziehen. Auf ein zweites Trainingscamp in Süd- oder Mittelamerika, das in den ursprünglichen Planungen stand, verzichtet Löw. "Wir wollen frühzeitig unser WM-Quartier beziehen, um genug Zeit zu haben, uns zu akklimatisieren", erklärte Assistenzcoach Flick.

Nach dem Länderspiel am 5. März in Stuttgart gegen Chile wird Löw in der Woche vor dem Bundesliga-Abschluss am 10. Mai sein vorläufiges WM-Aufgebot berufen, sicher wieder mit mehr als 23 Spielern. Für den 13. Mai ist ein Test in Hamburg gegen Polen vereinbart. Nach dem DFB-Pokalfinale geht es am 21. Mai ins Trainingslager nach Südtirol. Am 1. Juni in Mönchengladbach wird es einen weiteren Test geben. Das traditionelle Benefizspiel am 6. Juni in Mainz ist zugleich die WM-Generalprobe. Die Gegner für die beiden Partien stehen noch nicht fest, sollen möglichst den Gruppengegnern ähneln. Löw will ein afrikanisches und ein europäisches Team verpflichten.

"Unsere WM-Vorbereitung unterteilt sich somit in einen Block, den wir im Passeiertal in Südtirol absolvieren sowie einen weiteren vor Ort in Brasilien", bemerkte Flick. Die Entscheidung sei nach den Kriterien Logistik, Arbeitsbedingungen, Klima und Atmosphäre gefallen. "Wir sind überzeugt davon, dass wir perfekt vorbereitet sein werden", unterstrich der Löw-Assistent, der nach der WM auf die Position des DFB-Sportdirektors wechselt.

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