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Kommentar: Outing von Thomas Hitzlsperger kann nur ein Anfang sein

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Hitzlspergers Schritt kann nur ein Anfang sein

08.01.2014, 16:29 Uhr | t-online.de

Kommentar: Outing von Thomas Hitzlsperger kann nur ein Anfang sein. Bekenntnis: Thomas Hitzlsperger steht zu seiner Homosexualität. (Quelle: dpa)

Bekenntnis: Thomas Hitzlsperger steht zu seiner Homosexualität. (Quelle: dpa)

Ein Kommentar von Oliver Strerath

Diese Entscheidung verdient größten Respekt. Thomas Hitzlsperger hat als erster prominenter deutscher Fußballer seine Homosexualität öffentlich gemacht. Er ist seinen Gefühlen gefolgt. Hat seine Zurückhaltung überwunden, seine Neigungen bekannt zu machen. Ein mutiger Schritt, der seine Zeit brauchte.

Der 31-Jährige spricht von einem "langwierigen und schwierigen Prozess", bis sein Bewusstsein reifte, homosexuell zu sein. Dass Hitzlsperger mit seinem Coming-out erst bis nach dem Karriereende im September 2013 wartete, mag verständlich sein. Die Welt des Fußballs ist noch immer von Klischees gefüllt. Kampfgeist. Leidenschaft. Härte. Durchsetzungsvermögen. Passt das mit Homosexualität zusammen?

Ja, wie sein Beispiel zeigt

Nein, wie viele noch immer finden. Ja, wie das Beispiel Hitzlsperger zeigt. Wegen seines harten Schusses erwarb sich der frühere England-Legionär den Spitznamen "The Hammer". Auch für seine Zweikampfstärke war der frühere Nationalspieler bekannt. Die Widersprüche, dass gleichgeschlechtliche Neigungen und Fußball nicht zusammen passen, haben ihn stets geärgert. Und sie waren auch Grund, warum er an die Öffentlichkeit geht.

Das Umfeld im Fußball muss sich ändern

Mit seinem Coming-out hat Hitzlsperger jedenfalls ein wichtiges Zeichen gesetzt, das Nachahmer finden sollte. Er selbst betonte, dass er die Diskussion damit voranbringen wolle. Dies gelingt indes nur, wenn sich das oft als schwulenfeindlich empfundene Umfeld im Fußball ändert.

Hitzlspergers Schritt darf daher aber nur ein Anfang sein. Es muss erstrebenswert sein, dass das Versteckspiel und die Lügen Betroffener enden. Vorurteile - sie müssen abgebaut werden. Niemand muss seine Gefühle mehr unterdrücken müssen. Auch in der Kabine mit seinen Teamkameraden nicht. Dann findet sich gewiss auch erstmals ein aktiver Fußball-Profi, der sich zu seiner Homosexualität erklärt. Es wäre der nächste, noch mutigere und noch wichtigere Schritt.

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