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Fußball  

Löw zwischen Experiment und wichtigem Test

02.03.2014, 21:19 Uhr | dpa

Löw zwischen Experiment und wichtigem Test. Joachim Löw sieht in Chile einen "willkommen unbequemen" Sparringpartner.

Joachim Löw sieht in Chile einen "willkommen unbequemen" Sparringpartner. Foto: Federico Gambarini. (Quelle: dpa)

Stuttgart (dpa) - Es ist ein bisschen Experiment, ein Stück Warnung und ein interessanter Crashkurs für gleich vier Länderspiel-Neulinge. Joachim Löw hat aus dem "wichtigen Test" gegen WM-Teilnehmer Chile eine Art Ernstfallprobe für die Fußball-Weltmeisterschaft gemacht.

Beim Treffpunkt des Kaders am Sonntag in Stuttgart mussten sich einige Spieler intensiver vorstellen, als das sonst im Kreis der deutschen Nationalmannschaft üblich ist. "Ich freue mich, sie kennenzulernen. Da bin ich sehr interessiert. Der Trainer wird feststellen, ob der eine oder andere Neue was ist für unseren Kader im Sommer", erklärte Stammtorwart Manuel Neuer gespannt.

Zu den 21 Auserwählten des Bundestrainers, die sich auf das Länderspiel vorbereiten, gehören die erstmals berufenen Pierre Michel Lasogga vom Hamburger SV, André Hahn vom FC Augsburg, Matthias Ginter vom SC Freiburg und Shkodran Mustafi von Sampdoria Genua. Schon am Wochenende standen die Neuen in ihren Ligen unter besonderer Beobachtung. "Ich dachte, ich werde verarscht", berichtete Augsburgs Angreifer Hahn nach dem 1:1 in der Bundesliga gegen Hannover vom Telefonat mit Löw-Assistent Hansi Flick. Doch die unerhoffte Chance geht der 23-Jährige nun mit viel Ehrgeiz an: "Ich habe keinen Bammel."

Genau das will Löw von den möglichen Länderspiel-Neulingen Nummer 59 bis 62 in seiner Amtszeit sofort spüren und sehen. Der DFB-Teamchef möchte in Stuttgart "an Lösungen und Alternativen für den Ernstfall" arbeiten, auch wenn ihm nur zwei Trainingstage zur Verfügung stehen. Gezielter Nebeneffekt: Im Rennen um die 23 persönlichen WM-Tickets ist plötzlich wieder Bewegung.

Auf Kräfte wie die Dortmunder Marco Reus und Mats Hummels sowie die Schalker Julian Draxler und Benedikt Höwedes, die nach Verletzungspausen noch nicht voll im Rhythmus sind, verzichtet Löw gegen die starken Chilenen. Auch die zuletzt formschwachen Max Kruse (Gladbach) und HSV-Keeper René Adler wurden nicht eingeladen. Der Münchner Thomas Müller (Muskelfaserriss) fehlt neben den Langzeitverletzten Sami Khedira, Ilkay Gündogan und Sven Bender.

Hinter dem Einsatz von Miroslav Klose steht möglicherweise ein Fragezeichen. Der 35-Jährige stand nicht im Kader von Lazio Rom für die Partie beim AC Florenz. "Er ist angeschlagen", erklärte ein Sprecher seines Clubs, machte aber über die Art der Beschwerden keine Angaben.

Chile ist für Löw zum Auftakt ins WM-Jahr ein "willkommen unbequemer Gegner, gegen den wir einige Varianten testen wollen". Der Freiburger erhielt am Wochenende endlich auch ein paar positive Meldungen von der Personalfront. Khedira hat nicht einmal vier Monate nach seinem Kreuzbandriss wieder mit dem Lauftraining begonnen und könnte schon Ende März in Madrid wieder mit dem Real-Team trainieren.

André Schürrle, zuletzt zweite Wahl beim FC Chelsea, meldete mit einem Hattrick beim 3:1 seines Clubs gegen den FC Fulham mit Trainer Felix Magath seine Ansprüche an. Die Bayern-Profis sind ohnehin in Topform. Und auch die Neuen Hahn und Ginter zeigten in der Liga ihre Qualitäten, sind heiß auf die neue Herausforderung. Per Mertesacker und Lukas Podolski von Beginn an sowie der eingewechselte Mesut Özil unterlagen mit dem FC Arsenal dagegen 0:1 bei Stoke City.

"Das ist ein sehr guter Test, weil Chile wirklich eine gute Mannschaft hat", betonte Philipp Lahm. Der Kapitän kommt wie sein Clubkollege Jérome Boateng ausgeruht zur Nationalelf, beim 5:1 der Münchner gegen Schalke wurden sie geschont. Nach dem 1:0-Sieg zum Jahresabschluss 2013 in England soll das DFB-Team nun auch wieder mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bekommen. "Das letzte Länderspiel liegt weit zurück. Es ist immer schön, sich mit der Nationalmannschaft zu treffen. Aber es ist auch immer schwierig, wenn man nicht so viel Zeit hat", sagte Lahm.

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