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Keine Ruhe: Rostock trennt sich von Trainer Bergmann

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Keine Ruhe: Rostock trennt sich von Trainer Bergmann

03.04.2014, 14:18 Uhr | dpa

Rostock (dpa) - Hansa Rostock kommt einfach nicht zur Ruhe. Neben Finanzsorgen haben den in die Drittklassigkeit abgestürzten einstigen Fußball-Bundesligisten nun auch die sportlichen Probleme und der Ärger um gewalttätige Anhänger eingeholt.

Trainer Andreas Bergmann wurde am Mittwochabend unmittelbar nach der peinlichen 1:2-Pleite gegen den 1. FC Neubrandenburg im Halbfinale des Landespokals gefeuert. Wutentbrannte Fans ließen ihrer Enttäuschung über den erneut katastrophalen Auftritt des Teams freien Lauf und randalierten auf dem Stadiongelände.

Die erneuten Ausschreitungen haben die Vereinsführung geschockt. "Das war einer der schwärzesten Tage, die Hansa erlebt hat. Das Spiel war eine Katastrophe. Was danach abgelaufen ist, war noch viel, viel schlimmer", sagte Hansas Vorstandsvorsitzender Michael Dahlmann. Man habe gesehen, dass es einigen nicht um den Verein gehe, sondern nur darum, Krawalle zu inszenieren. "Das ist nicht der FC Hansa. Das ist nicht unser Weg", betonte er.

Die Pokalpleite und die Trennung von den Trainern - neben Bergmann muss auch Assistent Andreas Reinke seinen Stuhl räumen - kommen dem klammen Club teuer zu stehen. 125 000 Euro Antrittsprämie für den DFB-Pokal fehlen, so Hansa nicht wider Erwarten doch noch den vierten Rang in der 3. Liga erreicht. Bergmann und Reinke haben noch bis zum 30. Juni 2015 datierte Verträge.

Ein Nachfolger ist noch nicht benannt worden. Vorerst wird Robert Roelofsen, Trainer des U23-Teams, übergangsweise das Training der Profis leiten. Der 44 Jahre alte Niederländer wird die Mannschaft auf das Auswärtsspiel am Samstag beim Halleschen FC vorbereiten. Da er keine Fußballlehrer-Lizenz hat, muss Hansa laut DFB-Richtlinien innerhalb von 15 Tagen einen Nachfolger präsentieren.

Nach dem Pokalspiel war es zu Ausschreitungen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, versuchten wütende Hansa-Fans ein Tor zu öffnen, um zur Mannschaft zu gelangen. Aus einer Gruppe von etwa 250 Personen warfen mehr als 60 Anhänger Pflastersteine, Baumaterial und Absperrvorrichtungen gegen Mitarbeiter des Ordnungsdienstes, die Polizei und das Stadiongebäude. Die Polizei räumte das Gelände. Vier Polizisten wurden leicht verletzt. Die Höhe des entstandenen Schadens ist nach Vereinsangaben nach ersten Einschätzungen gering. Gegen die Beteiligten wird wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

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