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WM 2014: Wen zaubert Joachim Löw als Überraschung aus dem Hut?

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WM 2014  

Wen zaubert Joachim Löw als Überraschung aus dem Hut?

05.05.2014, 16:43 Uhr | dpa

WM 2014: Wen zaubert Joachim Löw als Überraschung aus dem Hut?. Joachim Löw gibt am Donnerstag den erweiterten WM-Kader bekannt.

Joachim Löw gibt am Donnerstag den erweiterten WM-Kader bekannt. Foto: Marius Becker. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Zaubert Joachim Löw wieder eine Überraschung aus dem Hut? Am Donnerstag gibt der Bundestrainer seinen vorläufigen WM-Kader bekannt. Einige Promis müssen nach langen Verletzungen bangen.

Jetzt ist Joachim Löw am Zug. Nach der letzten großen Kandidaten-Sichtung, zu der er mit seinen Assistenten am Wochenende in die Bundesligastadien ausgeschwärmt war, wird der Bundestrainer am Donnerstag in der Frankfurter DFB-Zentrale mit einem erweiterten Kader von vermutlich 26 oder 27 Akteuren erste Vorentscheidungen für die Fußball-Weltmeisterschaft treffen.

"Es wird Entscheidungen geben, die dem einen oder anderen wehtun werden", hatte Löw mehrfach angekündigt. Etliche Wackelkandidaten gibt es nach einer Saison, in der sich viele gestandene Akteure mit Verletzungen und Formkrisen herumplagten. Darum gilt: Löw könnte mal wieder Überraschungen aus dem Hut zaubern, wie er es schon mit der Nominierung von Matthias Ginter (SC Freiburg), Pierre-Michel Lasogga (HSV), André Hahn (FC Augsburg) und Shkodran Mustafi (Sampdoria Genua) beim Spiel im März gegen Chile (1:0) getan hatte.

Hinter etlichen Promis wie Stürmer Mario Gomez, Torwart René Adler oder auch dem nicht richtig vorangekommenen Schalker Top-Talent Julian Draxler stehen vor der WM-Nominierung Fragezeichen. Klar ist: Das Fundament des Kaders stellt der FC Bayern mit sieben Spielern (Lahm, Schweinsteiger, Neuer, Boateng, Müller, Kroos, Götze) - und danach Borussia Dortmund: Neben Bundesliga-Topscorer Marco Reus (16 Tore, 14 Vorlagen) hat sich beim Pokalfinalisten auch Mats Hummels nach viel Verletzungspech wieder in Form gebracht.

Dazu haben sich Torwart Roman Weidenfeller und der vielseitige Kevin Großkreutz nachdrücklich aufgedrängt, Marcel Schmelzer sollte trotz Verletzungspech ebenfalls von Löw nominiert werden. Der Dauerverletzte Ilkay Gündogan ist raus, Sven Bender gestand nach seiner Schambeinentzündung selbst: "Ich habe keinen Rhythmus."

Die Kardinalfrage lautet: Wie sehr weicht Löw sein ursprüngliches Anforderungsprofil, das für ein WM-Ticket Topfitness und hohen Spielrhythmus vorsah, auf? "Wir brauchen einen Kader, der maximal belastbar ist", hatte er gesagt. Und: "Wir brauchen bei der WM die aktuell besten verfügbaren Spieler, nicht die theoretisch besten."

Khedira, Schweinsteiger, Klose, Gomez, Özil, Hummels, Schmelzer, Adler, Höwedes, Jansen, Sven Bender, Sam - die Liste mit Spielern, die auch noch im WM-Jahr länger oder komplett ausfielen, ist extrem lang. Aber Löw kann auf eine gezielte Vorbereitung setzen. Im Trainingslager vom 21. bis 31. Mai in Südtirol "werden wir bei allen Einheiten allen Spielern alles abverlangen können", betonte Teammanager Oliver Bierhoff.

"Wir sind weltmeisterlich vorbereitet, wenn es losgeht", hat Löw für den 16. Juni, den Ernstfall gegen Portugal, versprochen. Ein Sonderfall ist Sami Khedira, der nach seinem Kreuzbandriss unmittelbar vor dem Comeback bei Real Madrid steht und den Löw auch als Führungsfigur unbedingt zur WM mitnehmen möchte.

Bei Khedira oder Torjäger-Veteran Miroslav Klose wird Löw bis zuletzt hoffen, dass sie sich in die nötige WM-Verfassung bringen können. Die Engpässe im Angriff sind so groß, dass sich wohl auch Gomez neben dem wieder in Form gekommenen Gladbacher Max Kruse im Trainingslager und den Testspielen bis zur Nominierung des endgültigen 23-Mann-Kaders für die WM am 2. Juni empfehlen darf.

"Am Ende ist es wichtig, was im Juni, Juli passiert und nicht im März, April - das ist meine Devise", sagte Gomez beim TV-Sender "Sky Sport News HD". Er glaubt fest an den Brasilien-Trip: "Ich werde mich freuen, einfach das Maximum aus mir herauszuholen bei dieser WM."

Löw wird schon am Mittwoch in Frankfurt sein, um mit seinem Mitarbeiterstab abschließend zu beraten. Wichtiger Ratgeber ist auch Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, in dessen Münchner Praxis das Gros der WM-Kandidaten regelmäßig ein und aus geht. "Der Kontakt zur Nationalmannschaft war immer da, auch über Müller-Wohlfahrt", berichtete etwa HSV-Profi Marcell Jansen, der wegen einer Entzündung am Fuß gerade wieder pausieren muss.

Löw wird wohl auch ein wenig pokern. Da der DFB erst am 13. Mai (Mitternacht) eine vorläufige 30-Mann-Liste an den Weltverband melden muss, möchte er sich so viele Optionen wie möglich offen halten. Im Länderspiel am selben Tag gegen Polen könnte er letzte Kandidaten dafür sichten, zumal er in Hamburg ohnehin eine Mannschaft ohne etliche WM-Fixkräfte aufbieten muss. Unter anderem fehlen die Pokalfinalisten aus München und Dortmund.

Den endgültigen 23-Mann-Kader muss Löw der FIFA erst am 2. Juni nach dem Trainingslager in Südtirol sowie dem Testspiel gegen Kamerun melden. "Wir sind im Moment noch nicht in der Lage zu sagen, diese 23 Spieler bilden den WM-Kader." Dieser Satz von Löw vor dem Länderspiel gegen Chile im März gilt immer noch.

Der mögliche vorläufige deutsche WM-Kader (auf Basis 27 Spieler):

Tor (3): Neuer, Weidenfeller, Zieler.

Abwehr (10): Boateng, Ginter, Großkreutz, Höwedes, Hummels, Jansen, Lahm, Mertesacker, Schmelzer, Westermann.

Mittelfeld (11): Lars Bender, Draxler, Götze, Khedira, Kroos, Müller, Özil, Podolski, Reus, Schürrle, Schweinsteiger.

Angriff (3): Gomez, Klose, Kruse.

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