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Sepp Blatter will erneut für FIFA-Präsidentschaft kandidieren

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Kandidatur angekündigt  

Blatter: "Meine Mission ist noch nicht fertig"

09.05.2014, 11:42 Uhr | dpa, sid

Sepp Blatter will erneut für FIFA-Präsidentschaft kandidieren. Sepp Blatter steht seit 1998 an der Spitze der FIFA und will den Job auch über den Mai 2015 hinaus machen. (Quelle: dpa)

Sepp Blatter steht seit 1998 an der Spitze der FIFA und will den Job auch über den Mai 2015 hinaus machen. (Quelle: dpa)

So klar wie noch nie hat FIFA-Präsident Sepp Blatter erklärt, dass er für eine fünfte Amtszeit als Chef des Fußball-Weltverbandes kandidieren will.

UMFRAGE
Wer soll nächster FIFA-Präsident werden?

Bei einer Podiumsdiskussion der Schweizer Zeitung "Blick" sagte der 78-Jährige auf die Frage, ob er den FIFA-Kongress im Mai 2015 bitten werde, ihn erneut für vier Jahre zu wählen: "Ich will es machen. Weil es noch nicht vorbei ist. Meine Amtszeit ist zwar zu Ende, aber meine Mission ist noch nicht fertig."

Seit 1998 FIFA-Präsident

Die Aussage des FIFA-Chefs kommt zumindest zum jetzigen Zeitpunkt unerwartet. Eine endgültige Entscheidung hatte er im März davon abhängig gemacht, ob ihn der FIFA-Kongress am 10. und 11. Juni unmittelbar vor der WM in Brasilien bitten werde, noch einmal anzutreten. Der Schweizer steht seit 1998 an der Spitze des Weltverbandes, zuvor war er dessen Generalsekretär.

Blatter hatte bereits in einem Interview im März umrissen, was er sich für eine fünfte Amtszeit vorstellt: "Wir wollen das sozialkulturelle Engagement der FIFA vertiefen und in unsere Gesellschaft hineinbringen, insbesondere mit einem großen Gesundheitsprogramm für die Jugend. Mit dem Fußball wollen wir in die Schulen gehen und Disziplin, Fair Play und Respekt in die Gesellschaft bringen."

Was macht Platini?

Einziger offizieller Kandidat ist bisher der Franzose Jerome Champagne. Der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), Michel Platini, hat eine Kandidatur bislang offen gelassen.

Champagne hatte sich vor einigen Wochen allenfalls Außenseiterchancen gegeben, sollte Blatter wieder antreten. "Ich werde ihn wahrscheinlich nicht schlagen können", sagte er Ende April dem TV-Sender Sky Sport News. Der einstige FIFA-Direktor will seine Bewerbung nicht als Rache für seine Entlassung verstanden wissen will.

Die FIFA steht unter Blatters Ägide nicht zuletzt wegen der Vergabe der WM 2018 an Russland und 2022 an Katar seit Jahren massiv in der Kritik. Die Entscheidungen sind von Korruptionsvorwürfen überschattet, der WM-Gastgeber Katar ist zudem wegen der klimatischen Verhältnisse und den Bedingungen auf den WM-Baustellen heftig umstritten. Champagne sprach von einer Kultur des Unter-den-Teppich-Kehrens in der FIFA und forderte eine neue Debatte.

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