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Sepp Blatter: Vergabe der WM 2022 an Katar war ein "Fehler"

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Politische Einflussnahme?  

FIFA-Präsident Blatter: WM-Vergabe an Katar war "ein Fehler"

16.05.2014, 14:42 Uhr | dpa, sid

Sepp Blatter: Vergabe der WM 2022 an Katar war ein "Fehler". FIFA-Präsident Sepp Blatter präsentiert Katar als WM-Gastgeber im Jahr 2022. (Quelle: dpa)

FIFA-Präsident Sepp Blatter präsentiert Katar als WM-Gastgeber im Jahr 2022. (Quelle: dpa)

Ganz neue Töne von FIFA-Präsident Sepp Blatter: Der 78-Jährige hat erstmals eingeräumt, dass die Vergabe der WM 2022 an Katar ein Irrtum war. "Sicher war es ein Fehler! Aber wissen Sie, man macht viele Fehler im Leben", sagte der Präsident des Weltverbandes in einem Exklusiv-Interview mit dem Schweizer Fernsehsender RTS.

"Es war in einer Expertise klar angezeigt worden, dass die Temperaturen im Sommer zu hoch sein würden. Dieser Umstand hat das Exekutivkomitee der FIFA jedoch nicht davon abgehalten, die WM mit einer großen Mehrheit an das Emirat zu vergeben", sagte Blatter.

"Politischer Druck" aus Europa?

Blatter favorisiert einen Termin Ende 2022, um der teils brütenden Sommerhitze in Katar auszuweichen. Angesichts der Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius, hartnäckiger Bestechungsvorwürfe und menschenunwürdiger Zustände auf Baustellen mit Verbindung zur WM 2022 kocht die Diskussion über einen Entzug der Gastgeberrolle für Katar immer wieder hoch.

Mögliche Bestechung durch das Emirat wollte er allerdings nicht kommentieren: "Nein, nein, das habe ich nie gesagt." Allerdings stellte der Schweizer fest, dass es offenbar "politischen Druck" aus Frankreich und Deutschland gegeben habe. "Man weiß gut, dass große Firmen aus Frankreich und Deutschland in Katar arbeiten, aber sie arbeiten nicht nur für die WM", so Blatter weiter.

Blatter will 2015 wieder kandidieren

Er bestätigte in dem Interview, dass er 2015 erneut als FIFA-Präsident kandidieren werde. "Ich habe nicht nur Lust, ich bin entschlossen weiterzumachen", sagte er. Blatters Aussagen zu Katar sind daher auch als weiteres Manöver gegen den möglichen Konkurrenten Michel Platini zu verstehen.

Der UEFA-Chef hat sich als einziger Fußball-Funktionär offen zu seiner Katar-Unterstützung bekannt. In der Kritik steht Platini wegen seines Treffens mit dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und dem Emir von Katar kurz vor der WM-Abstimmung.

Gewerkschaftsbund spricht von "Sklaverei"

Die Führungspersonen des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) sprechen vor dem Hintergrund zahlreicher Todesfälle unter den Fremdarbeitern seit langem von "Sklaverei" und warnen, bis zur WM könnten bis zu 4000 Arbeiter sterben. Amnesty International dokumentierte im vergangenen Jahr in einem Bericht schwere Menschenrechtsverletzungen.

Bei der Vergabe durch das Exekutivkomitee der FIFA am 2. Dezember 2010 in Zürich hatte sich Katar gegen die USA, Japan, Südkorea und Australien durchgesetzt.

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