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Franz Beckenbauer: FIFA-Vize-Präsident droht mit Sanktionen

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FIFA-Vize-Präsident droht Beckenbauer mit Sanktionen

10.06.2014, 07:38 Uhr | sid, dpa

Franz Beckenbauer: FIFA-Vize-Präsident droht mit Sanktionen. FIFA-Vize-Präsident Jim Boyce fordert von Franz Beckenbauer Aussagen zu Korruptionsvorwürfen wegen der Vergabe der WM 2022. (Quelle: imago)

FIFA-Vize-Präsident Jim Boyce fordert von Franz Beckenbauer Aussagen zu Korruptionsvorwürfen wegen der Vergabe der WM 2022. (Quelle: imago)

In der Korruptionsaffäre um die WM 2022 in Katar kommt nun auch Franz Beckenbauer unter Druck. Der britische FIFA-Vize-Präsident Jim Boyce forderte im Gespräch mit der Tageszeitung "The Telegraph" eine Sanktionierung des Kaisers, sollte dieser als ehemaliger FIFA-Funktionsträger nicht mit FIFA-Chefermittler Michael Garcia kooperieren.

Beckenbauer war zum Zeitpunkt der Vergabe der Endrunde an Katar im Dezember 2010 Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee. Auf Anfrage der Zeitung gab er keinen Kommentar ab.

Beckenbauer: "Kann nichts dazu beitragen, wenn es um Korruption geht"

Vier Tage zuvor hatte der 68-Jährige in München noch klargestellt: "Mich hat keiner versucht zu beeinflussen oder mir etwas angeboten. Deshalb kann ich nichts dazu beitragen, wenn es um Korruption geht."

Wie seine Wahl ausfiel, hatte er nie öffentlich gemacht. "Das bleibt geheim", sagte der Beckenbauer. Er beruft sich darauf, kein offizielles Amt im internationalen Fußball mehr inne zu haben. Im März 2011 hatte sich die Lichtgestalt des deutschen Fußballs aus dem FIFA-Exko verabschiedet.

Eine Sanktionierung Beckenbauers durch die Ethikkommission hätte eher symbolischen Charakter. Sie ist ohnehin nur möglich, solange der Beschuldigte ein offizielles Fußballamt bekleidet. Beckenbauer ist Ehrenpräsident des FC Bayern München - hier ist aber unklar, ob diese Funktion von der FIFA überhaupt als aktives Amt gewertet wird. Zudem ist er noch neben Pelé Special Adviser der FIFA-Fußballkommission.

Zwanziger: "Beckenbauer ist ein Geschäftsmann"

Unterdessen hat FIFA-Exekutivmitglied Theo Zwanziger eine Untersuchung der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes gegen Franz Beckenbauer wegen dessen Reisen ins WM-Gastgeberland Katar nicht ausgeschlossen. "Wenn man das Ethikreglement liest, wird man zu Punkten kommen, wo man Fragen stellen kann", sagte Zwanziger in Sao Paulo. Der ehemalige DFB-Präsident hat nach eigener Aussage ein gutes Verhältnis zu Beckenbauer. "Ich bin stolz auf unsere Freundschaft, aber ich weiß auch, dass Franz Beckenbauer ein Geschäftsmann ist", sagte Zwanziger.

Medienberichte über eine angebliche Weigerung Beckenbauers, FIFA-Chefuntersucher Michael Garcia Rede und Antwort zu den umstrittenen WM-Vergaben 2018 und 2022 zu stehen, wollte Zwanziger nicht kommentieren. "Darüber habe ich keine Kenntnis." Er stellte aber fest, dass nach dem Reglement eine Aussageverweigerung grundsätzlich möglich sei.

Treffen in Doha

Vier Tage vor dem Anpfiff der WM in Brasilien hatte die britische Zeitung "Sunday Times" erneut Anschuldigungen für angebliche Bestechungen und Schmiergeldzahlungen veröffentlicht. Im Frühjahr 2011 sei Beckenbauer zusammen mit Vorständen eines Öl- und Gas-Unternehmens nach Doha eingeladen worden - von der im Zentrum der Vorwürfe stehenden Schlüsselfigur Mohamed Bin Hammam. Dies geschah fünf Monate nach der höchst umstrittenen Entscheidung für den Wüstenstaat.

Die beteiligte Firma, die Beckenbauer damals als Berater angestellt haben soll, teilte der Zeitung mit, bei dem Treffen seien mögliche Investitionen Katars im maritimen Bereich diskutiert worden. Zu einem Vertragsabschluss sei es aber nicht gekommen.

Sponsoren werden unruhig

Die FIFA-Exekutive wies nach einer Sitzung vor dem großen Kongress in Sao Paulo (10. und 11. Juni) nochmals darauf hin, "dass sie die Ethikkommission ihre Arbeit beenden lässt, bevor sie Stellung nimmt". Den Druck erhöht hat allerdings der langjährige FIFA-Partner adidas. "Wie schon erwähnt, ist der negative Tenor der derzeitigen öffentlichen Debatte um die FIFA weder gut für den Fußball noch für die FIFA und seine Partner", teilte das Unternehmen auf AFP-Anfrage mit.

Im japanischen Medien- und Elektronikkonzern Sony sowie dem Kreditkartenunternehmen Visa - beide forderten eine "angemessene Ermittlung" - reagierten ein zweiter und dritter FIFA-Sponsor. FIFA-Marketing-Direktor Thierry Weil sagte in einer Erklärung, dass es keine Forderung vonseiten der Partner in Richtung des Weltverbandes über die laufenden Ermittlungen hinaus gegeben habe.

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