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Anti-Rassismus nicht erwünscht  

DFB blamiert sich erneut mit Plakat-Aktion

23.06.2014, 15:34 Uhr | t-online.de, sid

DFB blamiert sich erneut mit Plakat-Aktion. Dieses Plakat der Hannover-Fans hat der DFB abhängen lassen. (Quelle: imago/Rust)

Dieses Plakat der Hannover-Fans hat der DFB abhängen lassen. (Quelle: Rust/imago)

Erneut fehlt dem Deutschen Fußball-Bund das Gespür für Botschaften in seinem Sport. Beim Finale der deutschen Meisterschaft der U19-Junioren zwischen Hannover 96 und der TSG Hoffenheim (0:5) hat der Verband ein Anti-Rassismus-Plakat überkleben lassen und sich damit den Zorn der Fans zugezogen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" auf ihrer Webseite.

Das Transparent "96-Fans gegen Rassismus" hänge schon seit neun Jahren im Stadion in Hannover und gehöre zur dortigen Fankultur. "Wir sind empört, dass der DFB aus dem Vorfall von St. Pauli nicht gelernt hat", wird Silvia Müller vom "Arbeitskreis 96-Fans gegen Rassismus" bei "faz.net" zitiert. "Wenn das innerhalb solch kurzer Zeit passiert, kann das einfach kein Versehen sein."

In Hamburg durfte nicht vor Faschismus gewarnt werden

Schon im Mai dieses Jahres hatte der DFB Ärger wegen eines überklebten Plakats. Beim Training der deutschen Nationalmannschaft vor dem Testländerspiel gegen Polen in Hamburg hatte der Verband im Stadion des FC St. Pauli den Schriftzug "Kein Fußball den Faschisten" so abgehängt, dass die Worte "den Faschisten" nicht mehr zu sehen waren. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte dies seinerzeit als Fehler eingestanden und sich beim Präsidium des FC St. Pauli entschuldigt.

Der DFB will nicht, dass Werbung oder politische Botschaften im Umfeld der Nationalmannschaft zu sehen sind und begründetet sein Verhalten damit, das Stadion habe "neutralisiert" werden müssen. Auch in Hannover war der Verband offenbar um einen unverfänglichen Gesamteindruck bemüht, in dem klare Aussagen nur stören. DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock sagte dazu: "Wir haben den Fans erklärt, dass dem Stadion ein einheitliches Aussehen gegeben wurde und es dabei bedauerlicherweise auch zur Abdeckung dieser Botschaft gekommen ist."

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