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Bremer SPD über Länderspiel-Entzug: "Lassen uns nicht erpressen"

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Nach Länderspiel-Entzug durch den DFB  

Bremer SPD-Fraktionschef: "Wir lassen uns nicht erpressen"

25.07.2014, 15:58 Uhr | sid, dpa

Bremer SPD über Länderspiel-Entzug:  "Lassen uns nicht erpressen". SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe kritisert den Entzug des Länderspiels für Bremen scharf. (Quelle: dpa)

SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe kritisert den Entzug des Länderspiels für Bremen scharf. (Quelle: dpa)

Trotz der Absage des EM-Qualifikationsspiels gegen Gibraltar wird Bremen an der Kostenbeteiligung des Profi-Fußballs bei Polizeieinsätzen festhalten. SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe sagte, dass die Hansestadt zu Gesprächen mit dem Deutschen Fußball-Bund und der Deutschen Fußball Liga bereit sei. "Erpressen lassen werden wir uns allerdings nicht."

Bereits vor Verkündung der Entscheidung des DFB hatte Tschöpe scharfe Kritik geübt. "Der Versuch, eine demokratisch legitimierte Regierung und ein frei gewähltes Parlament mit dem Entzug von Sportveranstaltungen erpressen zu wollen, ist unverschämt und offenbart ein problematisches Demokratieverständnis", sagte er der "Bild".

Deutsche Polizeigewerkschaft wettert gegen DFB-Entscheidung

Der Bremer Gesetzes-Vorstoß spaltet auch die Ordnungshüter in zwei Parteien. Nachdem zunächst die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Kritik aus dem Profi-Fußball geteilt hatte, wetterte nun die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) gegen die Maßnahme des DFB, in Bremen vorerst keine Länderspiele mehr auszutragen.

UMFRAGE
Der Stadtstaat Bremen will die DFL für Polizei-Einsätze bei Bundesliga-Spielen zur Kasse bitten. Ist dieser Ansatz richtig?

"Das ist der ungeheuerliche Versuch, vor den Augen der Öffentlichkeit ein gewähltes Landesparlament zu erpressen", sagte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt. "Darauf sollte die Politik geschlossen reagieren, wenn das nicht Schule machen soll. Es wird höchste Zeit, den Fußballverbänden zu demonstrieren, dass sie keine Nebendemokratie aufbauen können und die gewählten Volksvertreter auch in Bremen nicht in dieser Weise genötigt werden dürfen."

Wendt fordert Kostenbeteiligung

Im Gegensatz zum GdP-Bundesvorsitzenden Oliver Malchow ("Die Entscheidung des Bremer Senats schießt am Ziel, die Eindämmung der Gewalt und die Verhinderung von Straftaten, völlig vorbei") befürwortet Wendt eine Kostenbeteiligung der Klubs.

"Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, dass die Kosten von fast 100 Millionen Euro im Jahr, die die Sicherung der Fußballspiele bundesweit kostet, allein vom Steuerzahler getragen werden", sagte er. "Die Fußball-Verbände sollten die Einführung einer Gebührenregelung akzeptieren wie sie für Privatpersonen und andere Unternehmen auch gilt. Das können sie auch aufgrund ihrer Millionen-Einnahmen, die sie jedes Jahr erzielen."

Werder erwartet finanziellen Schaden von 600.000 Euro

Bremen will als erstes Bundesland die DFL für Polizeieinsätze bei Risikospielen in der Bundesliga zur Kasse bitten. Der DFB entschied daraufhin, die Partie gegen Gibraltar am 14. November nach Nürnberg zu verlegen und in Zukunft keine weiteren Länderspiele an die Hansestadt zu vergeben.

Dem Bundesligisten Werder und dem Weserstadion entsteht nach eigenen Angaben ein Schaden von 600.000 Euro durch die DFB-Maßnahme.

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