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Polizeigewerkschaft kritisiert DFB für Spielverlegung von Länderspiel

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Polizeigewerkschaft tobt  

"DFB mangelt es an Demokratieverständnis"

05.08.2014, 15:15 Uhr | dpa

Polizeigewerkschaft kritisiert DFB für Spielverlegung von Länderspiel. Zur Kasse bitte: Der Bremer Senat will künftig die Kosten für Polizei-Einsätze bei Werder-Spielen erstattet bekommen. (Quelle: dpa)

Zur Kasse bitte: Der Bremer Senat will künftig die Kosten für Polizei-Einsätze bei Werder-Spielen erstattet bekommen. (Quelle: dpa)

Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) für die Verlegung eines Länderspiels von Bremen nach Nürnberg scharf kritisiert. "Beim DFB und der DFL herrscht ein mangelhaftes Demokratieverständnis. Offenbar hat man dort das Gefühl, ein Staat im Staate zu sein", sagte Wendt der "Passauer Neuen Presse".

"Das war ein dreistes Stück, auf diesem Wege zu versuchen, ein frei gewähltes Parlament unter Druck setzen zu wollen", erklärte Wendt weiter.

Das Bundesland Bremen hatte angekündigt, künftig Gebühren zu verlangen, wenn statt der üblichen 100 bis 200 Polizisten bei Risikospielen bis zu 1000 Beamte eingesetzt würden. Der DFB hatte der Stadt daraufhin das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar entzogen.

UMFRAGE
Der Stadtstaat Bremen will die DFL für Polizei-Einsätze bei Bundesliga-Spielen zur Kasse bitten. Ist dieser Ansatz richtig?

Niersbach sieht Schuld beim Land Bremen

Generell soll es bis auf weiteres keine Länderspiele mehr in dem Stadtstaat geben. "Es tut uns sehr leid für die Fans in Bremen, die unsere Weltmeister gerne gesehen hätten. Wir haben aber eine klare Vereinbarung mit der Innenminister-Konferenz, dass wir unsere Präventivmaßnahmen verstärken und im Gegenzug die aus unserer Sicht verfassungswidrige Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen weiterhin nicht thematisiert wird. Diese Vereinbarung hat Bremen durch seinen Alleingang gebrochen", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

NRW will Polizeipräsenz zurückfahren

Auch in Deutschlands bevölkerungsreichsten Bundesland sind die Polizeieinsätze bei Fußballspielen derzeit ein Thema. Nordrhein-Westfalen kündigte an, in einem Pilotprojekt die Präsenz der Ordnungskräfte deutlich zu verringern. Einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigte NRW-Innenminister Ralf Jäger. "Es geht uns allein um die Spiele, die in den letzten drei Jahren ohne Krawalle geblieben sind. Hier wollen wir den Kräfteeinsatz der Bereitschaftspolizei lageangepasst runterfahren", sagte Jäger.

An den ersten vier Spieltagen der Bundesliga zieht sich die Polizei aus den Stadien zurück und verzichtet zunächst auch auf die Begleitung der Zuschauer vom Bahnhof zum Stadion.

DFB und DFL reagierten zunächst zurückhalten zu den Plänen in NRW.

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