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Jens Lehmann gegen Oliver Kahn: TV-Experten bei Länderspielen

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Fußball  

Lehmann gegen Kahn: TV-Zäsur bei Fußball-Länderspielen

03.09.2014, 14:47 Uhr | dpa

Jens Lehmann gegen Oliver Kahn: TV-Experten bei Länderspielen. Jens Lehmann gibt im Fernsehen seine Meinung zu den deutschen EM-Qualifikationsspeilen ab.

Jens Lehmann gibt im Fernsehen seine Meinung zu den deutschen EM-Qualifikationsspeilen ab. Foto: Daniel Reinhardt. (Quelle: dpa)

Hannover (dpa) - Oliver Kahn war gestern, Jens Lehmann ist morgen. Die früheren Torhüter, die sich jahrelang ein faszinierendes Duell um die Nummer eins in der Nationalmannschaft lieferten, sind von dieser Woche an als TV-Experten bei Länderspielen wieder Konkurrenten.

Nach dem Auftritt von ZDF-Mann Kahn bei der Neuauflage des WM-Finales zwischen Deutschland und Argentinien feiert Lehmann seine Premiere als RTL-Experte am Sonntag (20.45 Uhr) beim EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland in Dortmund.

"Ich sehe uns nicht als Rivalen", sagte Lehmann vor seinem Debüt. Er präsentiert zukünftig mit Moderator Florian König und Kommentator Marco Hagemann jeweils zehn Qualifikationspartien für die EM 2016 in Frankreich und die WM 2018 in Russland für den Kölner Privatsender. Und ob er es will oder nicht: Lehmann wird sich künftig bei seinen Fernsehauftritten mit Kahn und dem ARD-Experten Mehmet Scholl messen lassen müssen.

Denn der Stabwechsel auf dem Expertenstuhl in dieser Woche ist kein endgültiger. Die Testspiele des DFB-Teams und die Endrunden-Turniere werden weiterhin von den öffentlich-rechtlichen Sendern gezeigt. Dennoch bedeutet die Rückkehr von RTL in das große Fußball-Geschäft eine Zäsur für den Sport im deutschen Fernsehen. Bisher haben ausschließlich ARD/ZDF die Qualifikation live übertragen.

Doch bei der Vergabe der Rechte, die die UEFA erstmals zentral ausgeschrieben hatte, setzte sich RTL mit einem Angebot von geschätzten 100 Millionen Euro durch. ARD und ZDF konnten beim Wettbieten nicht mithalten. "Wir hatten gemeinsam eine klare finanzielle Obergrenze definiert", teilten die beiden Sender mit.

ARD und ZDF müssen einen durchaus schmerzlichen Verlust verkraften. Die überragenden TV-Quoten bei der WM in Brasilien, wo das Finale mit 34,57 Millionen Zuschauern einen Allzeit-Rekord aufstellte, haben unterstrichen, dass kaum ein anderes Ereignis die TV-Nation so vereinen kann wie die Spiele der Fußball-Nationalmannschaft.

Mit der ebenfalls millionenschweren Champions-League (ZDF), dem DFB-Pokal (ARD) und den regelmäßigen Bundesliga-Sendungen sehen sich die Öffentlich-Rechtlichen im Fußball-TV-Wettstreit dennoch gut aufgestellt. Der Jubel bei RTL über den Coup ist groß, die Erwartungen an die Quote ebenfalls, auch wenn die Verantwortlichen vorsichtig sind. "Auf Zahlen will ich mich aber nicht festlegen. Wir sind sehr gespannt", sagte RTL-Sportchef Manfred Loppe.

Der neue UEFA-Spielplan mit Partien am Sonntagabend birgt einige Risiken. Das Löw-Team tritt in seiner Gruppe nicht nur gegen Schottland, Polen, Irland, Georgien und Gibraltar an, sondern in der Regel auch gegen einen zeitgleichen ARD-Krimi mit einem Zuschauerpotenzial von sieben bis zwölf Millionen.

Am ersten Quali-Sonntag hat das Erste einen Tatort mit dem Schweizer Kommissar Reto Flückiger gegen das Schottland-Spiel gestellt. Vier Stunden Fußball hat RTL im Programm. Bleibt abzuwarten, welches Ereignis die TV-Zuschauer spannender finden.

Der vierte Stern für das DFB-Team kommt den RTL-Verantwortlichen mehr als gelegen. Der Sender, früher mit Bundesliga und Champions League im Fußball stark vertreten, erhofft sich durch das Nationalteam einen neuen Kick. Die Zuschauerzahlen sind seit einigen Jahren rückläufig, nicht nur in der Formel 1. "Der WM-Titel und die Euphorie im ganzen Land sind die bestmögliche Vorlage für unser gemeinsames Fußball-Abenteuer", sagte Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann.

30 Kameras sollen am Sonntag eingesetzt werden. Ein Spickzettel steht nicht auf der Zubehörliste. Ex-Keeper Lehmann, der das Hilfsmittel beim Elfmeterschießen im WM-Viertelfinale 2006 gegen Argentinien mit Erfolg benutzte, vertraut lieber seinem Fachwissen. "Eine zu große Vorbereitung schadet der Spontaneität", erklärte der RTL-Experte. Er möchte ohne Polemik auskommen und bringt ebenso wie Kommentator Hagemann als ehemaliger Sky-Mitarbeiter eine ganze Menge TV-Erfahrung mit. "Das hilft mir sicherlich", sagte Lehmann.

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