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Fußball - Job erfüllt: Löw "absolut zufrieden" - Pause für Reus

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Fußball  

Job erfüllt: Löw "absolut zufrieden" - Pause für Reus

08.09.2014, 15:49 Uhr | dpa

Fußball - Job erfüllt: Löw "absolut zufrieden" - Pause für Reus. Thomas Müller (2.

Thomas Müller (2.v.l.) jubelt nach dem Tor zum 2:1 gegen Schottland. Foto: Federico Gambarini. (Quelle: dpa)

Dortmund (dpa) - Job erfüllt, Haken drunter - für Fußball-Liebhaber Joachim Löw zählte gegen Schottland ausnahmsweise nur das nackte Ergebnis.

Zumal die meisten Gedanken auch am Tag nach dem 2:1-Arbeitssieg gegen Schottland um Pechvogel Marco Reus kreisten, der sich schon wieder am linken Sprunggelenk verletzte. "Ich hoffe, es ist nicht ganz so schlimm wie vor der WM", sagte Löw fast flehend. Zumindest dieser Wunsch wurde erfüllt, als am Montagnachmittag nach einer Kernspintomographie die genaue Diagnose kam: Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler des BVB erlitt einen Außenbandteilriss und eine Dehnung der Fußwurzelbänder. Er fällt "nur" rund vier Wochen aus.

Keine Zweifel ließ der Bundestrainer bei seinem Fazit des Dortmunder Abends aufkommen. "Ich bin absolut zufrieden, dass wir die drei Punkte erreicht haben. Das war meine einzige Erwartung an die Mannschaft, dass wir dieses Spiel gewinnen und gut in diese EM-Qualifikation starten." Kritik war für Löw nach dem ersten Pflichtspiel seit dem WM-Triumph komplett fehl am Platz, da sich der 54-Jährige aktuell als Weltmeister des Improvisierens fühlt. Viele Helden von Brasilien sind müde, verletzt oder noch nicht wieder in Form. "Ich weiß, der August und September sind immer schwierig. Im Oktober werden die Spieler wieder frischer sein", sagte er.

"Es war ein Kraftakt", gestand Manuel Neuer. Aber was soll's, ergänzte der Torwart. "Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Wie, ist eigentlich egal", erklärte der Aushilfskapitän. "Kopfzerbrechen" bereitet Löw der holprige Neubeginn nach dem Gipfelsturm des in Brasilien mit dem Blick auf die kommenden Gruppen-Aufgaben in der EM-Ausscheidung gegen Polen und Irland im Oktober nicht: "Weil ich weiß, dass wir es schon hinkriegen, wenn es drauf ankommt."

Immerhin neun von 23 Weltmeistern fehlten in Dortmund; darunter verletzte Leistungsträger wie Schweinsteiger, Hummels, Khedira und Özil sowie die zurückgetretenen Führungskräfte Lahm, Klose und Mertesacker. Aber einige wichtige Säulen standen auf dem Feld, wie Neuer im Tor, Jérôme Boateng im Abwehrzentrum, Toni Kroos als Schaltzentrale im Mittelfeld - und allen voran Matchwinner Thomas Müller.

"Verblüffen kann Thomas Müller mich nicht mehr", sagte Löw über den 24-jährigen Münchner "mit dem Hunger nach Toren". Sieben der letzten 22 deutschen Treffer gehen auf Müllers Konto. "Der Thomas ist immer da, wo es brennt und wo man sein muss als Spieler", schwärmte Löw.

Der fünffache WM-Torschütze war auch zur Stelle, als die Partie nach dem 1:1 von Ikechi Anya (66. Minute) auf der Kippe stand. "Da habe ich wirklich geglaubt, wir könnten gewinnen", sagte Gordon Strachan. Nur gegen Müller, "diese Maschine, die 2,15 Meter in die Luft springen kann", sei einfach nichts zu machen gewesen, klagte Schottlands Nationaltrainer. Vor allem das Kopfballtor zum 1:0 gegen die baumlangen Abwehrhünen des Gegners erfüllte Müller mit Stolz: "Ich wollte auf jeden Fall das Kopfballduell gewinnen, was gegen so einen Ur-Schotten aus der Prärie nicht ganz so leicht ist."

Die EM-Qualifikation entpuppt sich - gerade zu Beginn - als der befürchtete schwierige Alltag nach dem WM-Rausch des Sommers. "Man sieht, die Mannschaften, von denen man vor zehn bis 15 Jahren gesagt hat, die haben wir voll im Sack, haben aufgeholt", bemerkte Lukas Podolski nach seinem 118. Länderspiel. "Wir haben schon ein paar unangenehme Gegner in der Gruppe", ergänzte Doppeltorschütze Müller. Besorgt verließ jedoch kein Mitglied der DFB-Delegation das Stadion. "Wir werden dann auch schon bald wieder auftreten wie die Weltmeister", versprach Podolski den anspruchsvollen Fans.

"Wir müssen die nächsten Monate ein bisschen improvisieren", sagte Löw äußerlich gelassen. Das tat er gegen die Schotten besonders mit der Nominierung des Hoffenheimers Sebastian Rudy auf der rechten Außenverteidigerposition. "Da habe ich seit einem Freundschaftsspiel vor zwei Jahren nicht mehr gespielt", staunte Rudy selbst. Der eigentliche Mittelfeldspieler erledigte den Job offensiv gut, defensiv hatte er einige Mühe mit dem schnellen Anya, nicht nur beim Gegentor.

Rudy (24), BVB-Youngster Erik Durm (22), der Stuttgarter Antonio Rüdiger (21) und dazu die beiden Freiburger Oliver Sorg (24) und Christian Günter (21) - Löw hat einige Kandidaten für die Baustellen links und rechts hinten im Visier. "Ich will das eine oder andere probieren auf den Positionen", kündigte er für die Zukunft an.

Bis zu den nächsten Länderspielen im Oktober in Polen und gegen Irland wird es für Reus knapp. Nach dem Foul von Charlie Mulgrew hatte der BVB-Star humpelnd das Stadion verlassen. "Wahnsinn, was Marco im Nationaltrikot für ein Pech hat", sagte Bayern-Profi Müller mitfühlend. Ein Teilriss der vorderen Syndesmose und ein knöcherner Bandausriss am Fersenbein des wieder betroffenen linken Fußes hatten Reus die WM-Teilnahme gekostet. Diesmal war es nicht ganz so schlimm.

Die Sorgen um seine geschundenen Topspieler bedrückten Löw, aber sie beunruhigten ihn nicht im Hinblick auf die weitere EM-Qualifikation. Dass Bayern-Stürmer Robert Lewandowski am Sonntagabend viermal für den nächsten Gegner Polen gegen Gibraltar getroffen hatte, nahm Löw mit einem Achselzucken zur Kenntnis: "Ich weiß jetzt auch nicht, was bis Oktober passieren muss. Erst einmal gar nichts."

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