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WM 2022: Blatter glaubt nicht, dass die WM in Katar stattfindet

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"SPIEGEL" berichtet  

FIFA-Boss Blatter glaubt nicht an eine WM in Katar

09.11.2014, 14:25 Uhr | sid, t-online.de

WM 2022: Blatter glaubt nicht, dass die WM in Katar stattfindet. Was hat Sepp Blatter bei den Abendessen in Norwegen tatsächlich sagt? (Quelle: imago/BPI)

Sepp Blatter ist gegen ein WM-Finale kurz vor Weihnachten. (Quelle: BPI/imago)

Seit die FIFA vor rund vier Jahren die WM 2022 nach Katar vergeben hat, ist das Turnier ein Reizthema. Darf man überhaupt in dem Wüstenstaat Fußball spielen? Hat sich das Emirat die WM schlicht gekauft? FIFA-Präsident Sepp Blatter stellte sich bislang demonstrativ hinter die Vergabe an Katar. Doch wenn sich bewahrheitet, was der "SPIEGEL" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, deutet sich eine Kehrtwende der Haltung Blatters an. "Die Weltmeisterschaft wird nicht in Katar stattfinden", soll der 78-Jährige laut dem Nachrichtenmagazin jüngst in Norwegen verkündet haben.

Blatter weilte vor rund vier Wochen in Skandinavien auf offiziellen Terminen. Im Rahmen eines Abendessens mit Funktionären des norwegischen Verbandes soll der FIFA-Boss nach dem Stand der Vorbereitungen in Katar gefragt worden sein.

Blatter habe geantwortet, die Araber seien arrogant und glaubten, "sich mit ihrem Geld alles leisten zu können", berichtet die Quelle des "SPIEGEL", die auch an dem Dinner teilgenommen hatte. Außerdem soll der Schweizer Katar unterstellt haben, die Terrormiliz IS mitzufinanzieren, die derzeit im Irak und in Syrien wütet.

UMFRAGE
Wann soll Ihrer Meinung nach die WM 2022 in Katar stattfinden?

FIFA bestreitet die Aussagen

Ob Blatter die Aussagen wirklich so getätigt hat, ist derzeit unklar. Während der "SPIEGEL" seine Quelle als verlässlich einstuft, bestreitet der Weltverband die Inhalte und bat, von einer Publikation des Artikels abzusehen, so das Magazin. "Die von den Quellen aufgestellten Behauptungen sind unzutreffend. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 wird in Katar stattfinden", teilte die FIFA mit.

Das Thema Katar und WM 2022 sei bei dem Treffen nur "am Rande" erwähnt worden, so die FIFA: "Es ging dabei um die Spieldaten, da es derzeit Gespräche darüber gibt, wann das Turnier im entsprechenden Kalenderjahr am besten auszutragen ist. Auch der Emir wurde erwähnt, der den FIFA-Präsidenten einige Tage zuvor in Zürich besucht hatte."

Der norwegische Verband habe sich zu den Vorkommnissen nicht äußern wollen.

Das Verhältnis ist abgekühlt

Welche Wirkung die Veröffentlichung der Aussagen entfaltet, bleibt nun abzuwarten. Falls Blatter sich tatsächlich so geäußert hat, dürfte ihm klar gewesen sein, dass seine Sätze irgendwie den Weg an die Öffentlichkeit finden werden. Versucht der FIFA-Präsident, möglichst viel Distanz zwischen sich und dem künftigen WM-Gastgeber zu bringen?

Seit dem Bruch mit seinem einstigen Weggefährten Mohammed Bin Hammam, selbst Katari und einer Strippenzieher bei der Bewerbung des Wüstenstaats, ist das Verhältnis Blatters zu dem Monarchie am Golf deutlich abgekühlt. Im Frühjahr nannte er die Vergabe an Katar erstmals einen "Fehler", zudem zeigte er sich einsichtig, dass man im Sommer bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius im Schatten wohl keinen Fußball auf allerhöchstem Niveau spielen könne.

Falls Blatter tatsächlich plant, Katar die WM wegzunehmen, droht dem Weltverband ein Rechtsstreit, bei dem es um viele Milliarden Euro gehen dürfte, mit ungewissen Erfolgsaussichten für die FIFA.

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