Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > WM 2018 >

Neue Enthüllungen: Informantin von FIFA-Ermittler fühlte sich bedroht

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Weltverband unter Druck  

Garcia-Informantinnen enthüllen Bedrohungen

16.11.2014, 15:43 Uhr | dpa

Neue Enthüllungen: Informantin von FIFA-Ermittler fühlte sich bedroht. Zwei Informantinnen geben Einblick in die brisante FIFA-Korruptionsaffäre. (Quelle: dpa)

Zwei Informantinnen geben Einblick in die brisante FIFA-Korruptionsaffäre. (Quelle: dpa)

Nach dem Ermittlungs-Desaster der FIFA-Ethikkommission um die WM-Vergabe 2018 und 2022 an Russland und Katar setzen neue Enthüllungen den Fußball-Weltverband weiter unter Druck. Phaedra Almajid, Ex-Mitarbeiterin von Katars Bewerbungskomitee und wichtige Informantin von FIFA-Chefermittler Michael Garcia, enthüllte in der englischen "Mail on Sunday", aus Angst um ihre Kinder belastende Aussagen über Mitglieder der FIFA-Exekutive per eidesstattlicher Versicherung wieder zurückgezogen zu haben. Die ehemalige Funktionärin habe Garcia zahlreiche Beweise über grobes Fehlverhalten der Katarer geliefert, so die Zeitung.

Zusammen mit Bonita Mersiades, die als Ex-Chefin für öffentliche Angelegenheiten von Australiens Kandidatur für die WM 2022 Garcia ebenfalls wichtige Informationen zukommen ließ, wurde sie jetzt ins Parlament in London eingeladen und soll dort vor einem neutralen Komitee im Unterhaus aussagen.

"Man muss darauf vorbereitet sein, gekreuzigt zu werden"

Almajid gab einen Einblick in die brisante Affäre. Sie sei unter Druck gesetzt worden, ihre Aussagen zu widerrufen. "Wenn es um die FIFA geht, muss man darauf vorbereitet sein, gekreuzigt zu werden, nicht einmal oder zweimal, sondern wieder und immer wieder", erklärte sie der "Mail on Sunday". Man müsse sich damit abfinden, "niemandem vertrauen zu können" und "von denen betrogen zu werden, die dir versprochen haben, dich zu beschützen".

Almajid wurde nach eigener Darstellung von den Katarern wegen gebrochener Schweigepflicht, die sie als Angestellte der Bewerbung vertraglich zusichern musste, eine Schadensersatzklage in Höhe von einer Million Dollar angedroht. Ein hochrangiger Funktionär aus Katar habe ihr daraufhin angeboten, die Klage fallenzulassen, sollte sie per eidesstattlicher Versicherung einräumen, ihre Korruptionsvorwürfe seien eine Erfindung gewesen. "Ich war völlig allein bei meinem Versuch, mich gegen die Katarer zu wehren", erklärte Almajid. "Ich musste das Wohlergehen meiner Kinder schützen und habe unterschrieben."

Informantinnen fühlen sich im Stich gelassen

Almajid und Mersiades fühlten sich im Bericht von FIFA-Richter Hans-Joachim Eckert, der die Ergebnisse von Garcia zusammenfasste und veröffentlichte, als unglaubwürdig dargestellt und deshalb im Stich gelassen. Sie nannten Eckerts dokumentierte Zweifel über ihre Integrität eine "absichtliche Verunglimpfung von zwei Frauen, die den Mut gehabt haben, etwas zu sagen". Viele ihrer Aussagen und Informationen seien in Eckerts Bericht nicht mehr aufgetaucht.

Der deutsche Jurist Eckert hatte in seinem am Donnerstag vorgelegten Report die Vergabe der WM-Endrunden an Russland und an Katar für zulässig erklärt. Garcia kritisierte nur kurze Zeit später eine "unvollständige und fehlerhafte Darstellung von Fakten und Schlussfolgerungen" und legte Einspruch ein. Eckert hat mittlerweile erklärt, sich mit Garcia treffen zu wollen.

"Times": Versuchte Stimmabsprache von FIFA-Vizechefs

Die Londoner "Times" berichtete zudem von einer versuchten Stimmabsprache des ehemaligen FIFA-Vizechefs bin Hammam mit England. Laut der Zeitung hätten der Katarer und sein Team versucht, Wahlabsprachen mit England und der gemeinsamen Kandidatur von Spanien und Portugal über Stimmen für Katar zu treffen. Nach dem Votum seien bin Hammams Angestellte damit beschäftigt gewesen, belastende Mails, belastende Korrespondenz oder andere wichtige Beweise seiner geheimen WM-Kampagne zu zerstören.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal