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Nach Emirates nun Sony  

FIFA verliert wohl den nächsten Hauptsponsor

25.11.2014, 17:14 Uhr | dpa, sid

FIFA verliert wohl den nächsten Hauptsponsor. Sony steigt wohl als FIFA-Sponsor aus (Quelle: imago/Moritz Müller)

Die FIFA verliert wohl mit Sony bereits den zweiten Hauptsponsor. (Quelle: Moritz Müller/imago)

Mitten im Streit über die Aufklärung der Korruptionsvorwürfe bei der WM-Vergabe nach Russland und Katar kehren immer mehr Sponsoren der FIFA den Rücken. Nach der arabischen Airline Emirates plant nun auch Sony, den zum Jahresende auslaufenden Vertrag mit dem Weltfußballverband nicht mehr zu verlängern, wie die Nachrichtenagentur Reuters von Insidern erfuhr. Der japanische Unterhaltungselektronik-Riese wolle sich künftig stärker auf seine Sanierung und den Konzernumbau konzentrieren, hieß es. Das Unternehmen wollte sich nicht dazu äußern. Die FIFA erklärte, die Gespräche liefen noch.

Erst Anfang des Monats hatte die Fluggesellschaft Emirates, die auch die europäischen Spitzenklubs Real Madrid, AC Mailand, Paris Saint-Germain und Arsenal London sponsert, angekündigt, ihren Vertrag zum Jahresende auslaufen zu lassen. Dem "Spiegel" zufolge war das schlechte FIFA-Image auch ein Grund dafür gewesen.

Emirates und Sony gehören zu den sechs Hauptsponsoren, von denen die FIFA zuletzt jährlich rund 145 Millionen Euro kassiert hatte. Der zur WM in Deutschland 2006 gestartete Acht-Jahres-Vertrag mit Sony brachte dem Verband alleine 225 Millionen Euro. Aber auch von Sponsorenseite wurde der Druck immer stärker, die Korruptionsvorwürfe rund um die Vergabe der nächsten Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar abschließend und vollständig aufzuklären.

Abschlussbericht sorgt für Eklat

Dies gelang der vom Verband eingesetzten Ethik-Kommission aber nicht. Im Gegenteil: Statt des erhofften Befreiungsschlags führte ihr Abschlussbericht sogar zu einem Eklat. Der deutsche FIFA-Ethikrichter Hans-Joachim Eckert sprach Russland und Katar in seinem Abschlussbericht von jeglichem Fehlverhalten frei und erklärte, es sei kein Grund gefunden worden, das Vergabe-Verfahren neu aufzurollen.

Der amerikanische FIFA-Chefermittler Michael Garcia widersprach allerdings sofort und warf Eckert zahlreiche unvollständige und fehlerhafte Darstellungen der Tatsachen und Schlussfolgerungen seiner Untersuchungen vor. Nun soll der italienische Vorsitzende der Audit- und Compliance-Kommission der FIFA, Domenico Scala, über den weiteren Umgang mit dem Bericht befinden.

Coca Cola und Adidas ebenfalls nicht zufrieden

Zuletzt hatte sich auch Coca Cola als einer der sechs Premium-Partnern der FIFA kritisch zu den Geschehnissen geäußert. "Alles, was von der Mission und den Idealen der FIFA-WM ablenkt, ist für uns relevant. Die derzeitigen gegensätzlichen Perspektiven bei der Untersuchung sind enttäuschend. Unsere Erwartung ist, dass dies in einer transparenten und effizienten Weise schnell gelöst wird", sagte ein Sprecher des US-Brause-Imperiums der englischen Zeitung "The Sunday Times".

Adidas hatte seinen Vertrag mit der FIFA im Vorjahr bis 2030 verlängert und hält sich öffentlich bedeckt. "Wir werden die ganze Thematik mit der FIFA besprechen. Zu den Inhalten der Gespräche mit unseren Partnern werden wir uns wie immer nicht äußern", hieß es. Glücklich ist man in Herzogenaurach über die Ereignisse in der Zürcher FIFA-Zentrale aber offenbar nicht. Die weiteren Unternehmen der höchsten Sponsor-Kategorie sind Hyundai/Kia Motors und Visa.

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Samsung und Qatar Airways in Lauerstellung?

Im jüngsten Finanzbericht für das Jahr 2013 wies der Weltverband bei Gesamteinnahmen von 1,386 Milliarden Dollar Marketing-Erlöse von 471 Millionen Dollar aus. An möglichen neuen Geschäftspartnern mangelt es der FIFA angeblich nicht. Als Nachrücker für Emirates wird Qatar Airways gehandelt, was angesichts der Bestechungsdebatte um den übernächsten WM-Gastgeber scharfe Kritik von Anti-Korruptionsexperten ausgelöst hat. Folgepartner für Sony könnte laut Medienberichten dessen südkoreanischer Konkurrent Samsung sein.


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