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Bald nächster Sponsor weg?  

VISA macht Druck auf die FIFA

28.11.2014, 10:55 Uhr | sid

Sponsor VISA erhöht Druck auf die FIFA. Mats Hummels vor einer VISA-Werbebande bei der WM in Brasilien. (Quelle: imago/Moritz Müller)

Mats Hummels vor einer VISA-Werbebande bei der WM in Brasilien. (Quelle: Moritz Müller/imago)

In der FIFA-Krise wächst der Druck der Sponsoren auf den Weltverband. Als nächster wichtiger Werbepartner äußerte sich der Kreditkarten-Konzern VISA in einer Stellungnahme "besorgt wegen der jüngsten Entwicklungen im FIFA-Umfeld" und forderte "größere Transparenz" und "offenere, aufrichtigere Kommunikation".

"Das ist", ließ das Unternehmen weiter verlauten, "der einzige Weg, das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen. Wir erwarten, dass die FIFA entsprechend handelt und schnell handelt, um die Probleme auf eine Weise zu lösen, die sinnvoll und für alle sichtbar ist."

McDonald's verlangt Transparenz

Zuvor schon hatten mehrere Großsponsoren der FIFA ihre Unzufriedenheit mit der momentanen Situation des Verbandes wegen der Untersuchungen zu Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit der Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar ausgedrückt.

Der Getränke-Riese Coca Cola beklagte, dass "die aktuell gegensätzlichen Einschätzungen der Untersuchungen enttäuschend sind. Alles, was die Mission und die Ideale der FIFA beeinträchtigt, bereitet uns Sorgen." Die Fastfood-Kette McDonald's verlangte ebenfalls "Transparenz sowie rechtzeitige und angemessene Taten".

Zwei Sponsoren schon abgesprungen

In ihrer öffentlichen Wahrnehmung sieht inzwischen auch die FIFA selbst nahezu jeglichen Kredit verbraucht. "Es wird Jahre dauern, den Ruf der FIFA wieder aufzubauen. Das FIFA-Image ist definitiv auf einem Niveau, das tiefer nicht mehr sein kann", hatte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke zu Wochenbeginn erklärt.

Der zum Jahresende bevorstehende Ausstieg zweier langjähriger Sponsoren (Sony und Emirates) aus der Partnerschaft mit der FIFA ist offiziellen Angaben zufolge strategischen Überlegungen der Unternehmen geschuldet. Hartnäckig halten sich jedoch Spekulationen, dass die Sponsoren auch wegen der Probleme des Verbandes ihre auslaufenden Verträge nicht mehr verlängern wollten.

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