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Fußball  

Schwere Krawalle nach Rostock gegen Dresden

29.11.2014, 20:13 Uhr | dpa

Leipzig (dpa) - Nach dem Drittliga-Spiel zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden ist es zu schweren Ausschreitungen in Rostock gekommen.

Dabei bewarfen nach Angaben der Polizei vom Samstagabend "mehrere Hundert Personen, die dem Fanspektrum des Vereins Hansa Rostock zuzurechnen sind", Polizisten und Gebäude mit Steinen. Ein Beamter wurde am Knie verletzt. An einer Polizeiwache wurden durch Steinwürfe mehrere Fensterscheiben beschädigt. Mehrere Mülltonnen und Sperrmüllhaufen seien angezündet, an sieben Fahrzeugen von Dresdner Fans Reifen zerstochen worden.

Insgesamt setzte die Polizei nach eigenen Angaben 55 randalierende Fans vorläufig fest und nahm Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz auf.

Ein direktes Aufeinandertreffen von Fans beider Vereine wurde laut Mitteilung der Polizeiinspektion Rostock verhindert. Insgesamt waren demnach 1700 Polizeibeamte verschiedener Bundesländer sowie der Bundespolizei an dem Einsatz beteiligt. Schon während des Spiels war es zu Ausschreitungen gekommen. Die Partie musste für zwölf Minuten unterbrochen werden, nachdem Dynamo-Anhänger im Gästeblock Pyrotechnik gezündet hatten. Dresden gewann das Spiel mit 3:1 (1:0).

In der Tabelle kletterte Dynamo auf Platz fünf, wohingegen Rostock erstmals in der 3. Liga auf einen Abstiegsplatz fiel. Einen Platz vor den Dresdnern liegt der MSV Duisburg nach einem 3:2 (1:1)-Heimsieg gegen SV Wehen-Wiesbaden. Die erste Niederlage nach sieben Spielen kassierte der VfL Osnabrück mit 1:2 (0:2) beim Halleschen FC.

Am Tabellenende hat Jahn Regensburg nach der 0:1 (0:1)-Niederlage bei Aufsteiger Fortuna Köln vorerst den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze verloren. Zudem trennten sich die Stuttgarter Kickers und Holstein Kiel 0:0. Der Chemnitzer FC verlor mit 1:2 (0:1) gegen die Reserve des FSV Mainz 05 und die SpVgg Unterhaching gewann mit 4:2 (1:2) gegen den FC Rot-Weiß Erfurt.

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