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WM 2022: Wolfgang Niersbach fordert Ultimatum für Katar

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WM 2022  

Niersbach fordert Ultimatum für Katar

30.11.2014, 10:47 Uhr | sid, dpa

WM 2022: Wolfgang Niersbach fordert Ultimatum für Katar. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach will Katar noch ein Jahr Zeit geben, die Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen zu verbessern. (Quelle: imago/Norbert Schmidt)

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach will Katar noch ein Jahr Zeit geben, die Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen zu verbessern. (Quelle: Norbert Schmidt/imago)

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach will den Druck auf den umstrittenen WM-Gastgeber Katar mittels eines Ultimatums erhöhen. "Aus Sicht des DFB wäre es auch im Interesse Katars zielführend, einen Zeitraum zu definieren, an dessen Ende eine unabhängige Institution wie beispielsweise Amnesty International oder der Internationale Gewerkschaftsbund die Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen prüft und abschließend bewertet", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes dem "Spiegel".

Niersbach denke an eine Frist, die die FIFA dem Ausrichterland der WM 2022 setzt, etwa bis Ende 2015. Sollten Verbesserungen in dieser Zeit nicht erreicht sein, würde die WM anderweitig vergeben, schreibt das Magazin. Ein entsprechender Antrag für ein solches Ultimatum müsse jetzt in der Exekutive des Weltverbandes FIFA gestellt werden.

DFB-Chef Niersbach kann seine Pläne zumindest vorerst nicht selbst forcieren: Bis Mai sitzt noch sein Vorgänger Theo Zwanziger in der FIFA-Exekutive. Dann soll ihm Niersbach in der "Regierung des Weltfußballs" nachfolgen.

Erschütternde Berichte über Todesfälle

Niersbachs Vorstoß lenkt nach den Debatten der vergangenen Wochen über den Umgang mit dem Korruptionsverdacht über den Vergaben der WM-Turniere 2018 an Russland und 2022 wieder auf Katars schon lange kritisierte Arbeitsbedingungen besonders für Ausländer. Immer wieder lösten in den vergangenen Monaten erschütternde Berichte über zahlreiche Todesfälle und menschenunwürdige Lebensbedingungen auf den Baustellen für das WM-Turnier weltweit Empörung aus.

Katars Regierung stellte kürzlich eine Reform seines traditionellen Kafala-Systems schon bis Anfang kommenden Jahres in Aussicht, nachdem sich zuvor mehrere Ankündigungen für Verbesserungen als leere Versprechungen erwiesen hatten.

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