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TV-Quoten 2014: WM-Sieg von Deutschland stellt alles in den Schatten

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TV-Quoten 2014  

Deutschlands WM-Sieg stellt alles in den Schatten

09.12.2014, 15:00 Uhr | sid

TV-Quoten 2014: WM-Sieg von Deutschland stellt alles in den Schatten. Philipp Lahm  (Quelle: imago/Fotoarena)

Philipp Lahm reckt den WM-Pokal in den Himmel von Rio de Janeiro. (Quelle: Fotoarena/imago)

Fußball Top, Formel 1 Flop: Schon vor dem Anpfiff des WM-Endspiels dürften bei der ARD die Sektkorken geknallt haben. Nachdem bereits 32,54 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 87,6 Prozent) den 7:1-Halbfinaltriumph der deutschen Fußballer gegen Gastgeber Brasilien im ZDF verfolgt hatten, fiel im Finale am 13. Juli quasi auf Ansage der deutsche Allzeit-Quotenrekord: Durchschnittlich 34,57 Millionen Zuschauer fieberten im Ersten an den TV-Geräten mit (MA: 86,2) - eine Marke, die womöglich ewig halten wird. "Es müssten schon viele Kriterien zusammenspielen", sagte Stefan Geese von der ARD-Medienforschung am Tag nach dem Endspiel.

Überhaupt waren die deutschen Fernsehzuschauer im Sportjahr 2014 ganz auf den Fußball geeicht: Die Top 20 der sportlichen Quotenrenner wird komplett von König Fußball gebildet, die Top 7 dabei geschlossen von den sieben Auftritten der DFB-Elf in Brasilien. Die Übertragung der 64 WM-Spiele bescherte ARD und ZDF einen Marktanteil von durchschnittlich 51,23 Prozent. Nie zuvor hat ein Fußball-Event hierzulande solche Massen vor die TV-Geräte gelockt. Einziges Sportereignis außerhalb der WM in den Top 20: das DFB-Pokal-Finale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund vom 17. Mai (2:0 n.V.).

Respektabel hielt sich angesichts dieser Konkurrenz das ZDF mit seinen Übertragungen der Champions League. Immerhin 12,02 Millionen Zuschauer (Platz 22/MA: 37,9) verfolgten am 29. April die 0:4-Demontage des FC Bayern im Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid. Beim Hinspiel sechs Tage zuvor (0:1) hatten 11,66 Millionen (Rang 25/MA: 38,5) eingeschaltet.

Klitschko boxt sich zwischen die Kicker

Der Privatsender RTL kann mit seinen Übertragungen der deutschen Qualifikationsspiele zur Europameisterschaft 2016 wenigstens im kommenden Jahr auf Spitzenplatzierungen hoffen. Der bisherige Bestwert wurde beim Spiel gegen Schottland (2:1) am 7. September (10,88 Mio./33,8) erzielt, beim 0:2 in Polen am 11. Oktober waren kaum weniger dabei (10,69/36,0).

Zumindest verbuchte RTL die erfolgreichste Sportübertragung des Jahres im deutschen Fernsehen abseits des Fußballs: Durchschnittlich 9,22 Millionen TV-Zuschauer (MA: 38,5) waren am 15. November beim K.o.-Sieg von Box-Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko gegen Kubrat Pulev am Bildschirm dabei.

Formel 1: "Faszination nicht so sehr für breite Masse erschlossen"

Dafür muss sich der Kölner Sender allmählich von seinem einstigen Zugpferd Formel 1 verabschieden. Dem Titelkampf des Wiesbadener Mercedes-Piloten Nico Rosberg zum Trotz verfolgten im Schnitt nur noch 4,36 Millionen Zuschauer (MA: 28,2) die 19 WM-Läufe. 2013 hatten die Serien-Siegesfahrten von Sebastian Vettel noch durchschnittlich 5,28 Millionen Zuschauer vor den Fernseher gelockt.

"Natürlich beschäftigt uns der rückläufige Zuschauertrend", sagte RTL-Sportchef Manfred Loppe: "Trotz des großartigen Rennsports hat sich die Faszination in diesem Jahr ganz offensichtlich nicht so sehr für die breite Masse erschlossen."

Respektable Quoten für Winter-Olympioniken

Und Olympia? Die politisch brisanten Winterspiele von Sotschi verzeichneten für Wintersportverhältnisse exzellente Einschaltquoten. Mit einem durchschnittlichen Marktanteil von 25 Prozent übertrafen ARD und ZDF die Werte von Turin 2006 (21,6) und Vancouver 2010 (19,0) klar. "Die Zuschauer selektieren die Ereignisse sehr genau", sagte ZDF-Sportchef Gruschwitz.

Den Top-Wert erzielte die Gold-Fahrt von Felix Loch im Rodel-Einsitzer (9,22 Millionen/MA: 32,2). Sie stellte damit die Eröffnungsfeier (8,97 Millionen/MA: 39,4) der "Putin-Spiele" in den Schatten. Als weitere Publikumsmagneten mit Quoten von regelmäßig mehr als fünf Millionen TV-Zuschauern erwiesen sich die Wettbewerbe der Skispringer, Biathleten und alpinen Skifahrer.

Livestream auf dem Vormarsch

Im TV-Jahr 2014 verfestigte sich auch ein interessanter Trend: Immer mehr Menschen schauen sich Übertragungen von Großereignissen per Livestream an. ARD-Teamchef Werner Rabe zufolge verfolgten allein in Sotschi rund 1,5 Millionen Menschen regelmäßig Übertragungen auf mobilen Geräten wie Laptop, Tablet oder Smartphone. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, muss sich die ARD wohl tatsächlich keine Sorgen um den Allzeit-Quotenrekord machen.

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