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FIFA in der Krise: Chefermittler Michael Garcia tritt zurück

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Nach umstrittenem Urteil  

FIFA-Chefermittler Garcia tritt zurück

17.12.2014, 17:26 Uhr | sid, dpa

FIFA in der Krise: Chefermittler Michael Garcia tritt zurück. Einspruch abgeschmettert: Michael Garcia tritt nun als FIFA-Chefermittler zurück. (Quelle: dpa)

Einspruch abgeschmettert: Michael Garcia tritt nun als FIFA-Chefermittler zurück. (Quelle: dpa)

Michael Garcia hat seinen Rücktritt als FIFA-Chefermittler erklärt. Damit zog der US-Amerikaner die Konsequenzen aus der umstrittenen Entscheidung des Fußball-Weltverbandes im Korruptionsskandal um die Weltmeisterschaften in Russland und Katar. Zuvor hatte die FIFA Garcias Einspruch gegen den Bericht des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert zu den umstrittenen WM-Vergaben 2018 und 2022 zurückgewiesen.

Garcia beklagte in seiner schriftlichen Stellungnahme einen "Führungsmangel" innerhalb der FIFA. "Durch die Entscheidung Eckerts vom 13. November 2014 ist mein Vertrauen in die Unabhängigkeit der rechtsprechenden Kammer verloren gegangen", teilte der frühere US-Staatsanwalt mit. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass seine Rolle in diesem Prozess beendet sei. Garcia war innerhalb der FIFA-Ethikkommission für die Ermittlungen zuständig, Eckert hat den Vorsitz der rechtssprechenden Kammer.

Platini verärgert, Blatter überrascht

UEFA-Präsident Michel Platini wertete den Rücktritt als herben Rückschlag für die Glaubwürdigkeit des Weltverbandes. "Wir wollten alle Transparenz, aber dies ist ein weiteres Versagen der FIFA", sagte der französische Chef der UEFA der BBC. "Ich bin überrascht über die Entscheidung von Herrn Garcia", erklärte FIFA-Präsident Sepp Blatter in einer offiziellen FIFA-Mitteilung. Die Arbeit der Ethikkommission werde aber "trotzdem weitergehen".

Was wird nun aus dem "Garcia-Report"?

Garcia hatte mögliche Korruptionsfälle rund um die WM-Vergaben 2018 und 2022 untersucht, in einem 430 Seiten langen Bericht zusammengefasst und an Eckert weitergegeben. Der Münchner Richter sah nach einer ersten Durchsicht der Akten aber "keine gravierenden Verstöße".

Nicht nur der Einspruch des Chefermittlers gegen die in seinen Augen schlampige Auswertung Eckerts wurde abgeschmettert, sondern auch die Beschwerde der Whistleblower, die sich von Eckert an den Pranger gestellt fühlen. Zwischen den Zeilen der knappen Pressemitteilungen räumte die FIFA ein: Der Weltverband weiß selbst nicht, wie er mit dem "Garcia-Report" umgehen soll.

Aktuell tagt das FIFA-Exekutivkomitee in Marrakesch. Entschieden werden soll laut Agenda über eine mögliche, aber höchst unwahrscheinliche Veröffentlichung des kompletten Berichts von Garcia. "Ob in Marokko über die WM-Vergabe diskutiert wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Es wäre aber schön, wenn endlich Klarheit einkehren würde, damit die Spekulationen und Verdächtigungen aufhören. Wir beim DFB wünschen uns einen Schlussstrich", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

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