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Keine WM-Neuvergabe - Blatter: "Müsste sich eine Katastrophe ereignen"

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Keine WM-Neuvergabe  

Blatter: "Müsste sich eine Katastrophe ereignen"

19.12.2014, 16:31 Uhr | dpa

Keine WM-Neuvergabe - Blatter: "Müsste sich eine Katastrophe ereignen". FIFA-Chef Joseph Blatter erklärte die Krise seines Verbandes für beendet. (Quelle: dpa)

FIFA-Chef Joseph Blatter erklärte die Krise seines Verbandes für beendet. (Quelle: dpa)

Die FIFA hat den umstrittenen WM-Gastgebern Russland und Katar einen Freifahrtschein erteilt, will aber zumindest mehr Transparenz zeigen. "Wir werden die Abstimmung für 2018 und 2022 nicht revidieren", kündigte Präsident Joseph Blatter nach der mit Spannung erwarteten Sitzung des Exekutivkomitees des Fußball-Weltverbandes in Marrakesch an. "Bis heute gibt es keine Gründe, zu dem Schluss zu kommen, dass unsere Entscheidungen falsch waren. Da müsste sich schon eine Katastrophe ereignen, damit die Entscheidung revidiert wird."

Immerhin will die FIFA, die eine Entscheidung über den Termin der WM 2022 in Katar im März 2015 bekannt geben wird, aber den viel diskutierten Untersuchungsbericht des zurückgetretenen Chefermittlers Michael Garcia "in angemessener Form" veröffentlichen.

Für den 78 Jahre alten Schweizer hat mit den Entscheidungen des Exekutivkomitees an diesem 19. Dezember 2014 auch die schlagzeilenträchtige Skandalzeit beim Fußball-Weltverband ein Ende gefunden. "Wir sind in einer Krise gewesen", räumte der 78 Jahre alte Schweizer ein. "Die Krise ist gestoppt, weil wir wieder die Einigkeit in unserer Führung haben."

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Garcia-Report soll aber publik werden

Als Zeichen der Transparenz soll auch der sogenannte Garcia-Report über mögliche Korruptionsfälle bei der Vergabe der Endrunden an Russland 2018 und Katar 2022 veröffentlicht werden. Wie genau das aussehen wird, ist noch unklar. Der Report umfasst 430 Seiten.

In einem Zwischenbericht war der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert als Vorsitzender der rechtssprechenden Kammer zu dem Ergebnis gekommen, dass es keine gravierenden Verstöße bei den Vergabeverfahren gegeben habe. Michael Garcia widersprach dieser Einschätzung, dessen Einspruch wies die FIFA-Berufungskommission jedoch zurück. Daraufhin räumte Garcia seinen Posten.

"Bekenntnis zu ethischen Standards stärker als je zuvor"

"Auch wenn wir enttäuscht sind, dass unsere Arbeit mit Herrn Garcia auf diese Weise zu Ende gegangen ist, möchte ich klarstellen, dass unser Bekenntnis zu ethischen Standards stärker ist als je zuvor", erklärte Blatter in einer Mitteilung. Unabhängige Experten und die Ehtik-Komission seien bereits dabei, den Auswahlprozess zu überarbeiten, "so dass jeder zuversichtlich sein kann, dass der Bewerbungsablauf für 2026 fair, ethisch und offen sein wird".

An dem Beschluss der FIFA-Exekutive vom Dezember 2010, Russland 2018 und Katar 2022 die WM-Endrunden zu geben, ändert sich aber nichts mehr. Blatters Sicht: Der Garcia-Report befasse sich mit der Vergangenheit, "und ich konzentriere mich auf die Zukunft". Es gebe auch keine rechtlichen Gründe, den Vergabeprozess zu wiederholen, meinte Blatter und berief sich dabei auf die Einschätzungen des Vorsitzenden der FIFA Audit und Compliance Kommission, Domenico Scala. In dessen Bericht floss wiederum auch ein Gutachten des Sportrechtsexperten Professor Martin Nolte von der Deutschen Sporthochschule in Köln ein.

"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand jedenfalls besteht weder für einen Widerruf des Beschlusses des FIFA-Exekutivkomitees zur Vergabe der FIFA-Weltmeisterschaft 2018 noch für einen Widerruf des Beschlusses zur Vergabe der FIFA-Weltmeisterschaft 2022 eine Verpflichtung", heißt es in dem Gutachten. "Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees die ihnen obliegende Sorgfaltspflicht verletzen würden, wenn sie einen oder beide der Vergabebeschlüsse widerrufen würden."

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