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SV Darmstadt 98: Aufstiegsheld Elton da Costa geht neue Wege

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Darmstadts Aufstiegsheld  

Elton da Costa: 6. Klasse statt 2. Liga

01.01.2015, 12:24 Uhr | ost

SV Darmstadt 98: Aufstiegsheld Elton da Costa geht neue Wege. Volltreffer: Mit diesem Schuss sorgte Elton da Costa für den Zweitliga-Aufstieg des SV Darmstadt 98. (Quelle: imago/pmk)

Volltreffer: Mit diesem Schuss sorgte Elton da Costa für den Zweitliga-Aufstieg des SV Darmstadt 98. (Quelle: imago/pmk)

Von Oliver Strerath

Dieser Schuss hatte es in sich. Elton da Costa fackelte nicht lange, zog ab – und traf. Zum 4:2 für den SV Darmstadt 98 im Relegations-Rückspiel zur Zweiten Fußball-Bundesliga Mitte Mai bei Arminia Bielefeld. Es war der entscheidende Treffer, der den Darmstädtern den Aufstieg sicherte. Doch es sollte auch der letzte Schuss des Brasilianers für die Lilien gewesen sein. Der Aufstiegsheld und der Neu-Zweitligist konnten sich nicht auf eine weitere Zusammenarbeit verständigen.

"Ich hatte nach dem Aufstieg gehofft, noch eins, zwei Jahre beim SV 98 weiterspielen zu können. Aber irgendwie hat es nicht gepasst", sagte Da Costa. Nur zu gerne wäre der 35-Jährige bei den Lilien geblieben, wohnt er doch seit 2010 mit seiner Familie in Darmstadt. Ein Neuanfang irgendwo anders – das kam nicht wirklich für den Südamerikaner in Betracht, der 1998 nach Deutschland gekommen war. So schlug der Mittelfeldspieler Angebote aus der Regionalliga und den USA aus. Sein neuer Lebensmittelpunkt ist eben Darmstadt.

Stolz, ein Teil zu sein

Gerade in seiner neuen Heimat wird Da Costa immer wieder auf diesen fulminanten Treffer angesprochen. "Es war ja auch eines meiner wichtigsten Tore überhaupt. Und ich bekomme es immer wieder zu hören, was das für ein Treffer das war", erklärte er. Enttäuscht ist der Fußballer indes nicht darüber, dass er nicht mehr Teil der aktuellen Erfolgsgeschichte der Darmstädter ist – das Team geht als Tabellendritter der Zweiten Liga in die Winterpause.

"Warum auch? Ich werde immer an dem Verein hängen und bin stolz darauf, beim Aufstieg mitgeholfen zu haben. Dieses tolle Erlebnis kann mir niemand nehmen", sagte der 35-Jährige. So verfolgt er das Geschehen beim Zweitligisten genau und hat noch immer engen Kontakt zu ehemaligen Teamkameraden. Regelmäßig ist er bei den Heimspielen des SV 98 – sofern es sein enger Terminkalender zulässt. Denn auf dem Fußball-Platz steht Da Costa noch immer. Eigentlich täglich.

Reifliche Überlegungen führen zum Schnitt

Nachdem es nicht zum Verbleib beim SV 98 gekommen war, ergriff Da Costa die Gelegenheit und wagte einen Schnitt. "Ich musste auch an meine Familie denken", sagte der Familienvater und ergänzte: "Es war eine Entscheidung, die reiflich überlegt werden musste." So ließ er seine Profikarriere erst einmal Profikarriere sein und startete im Sommer 2014 im Darmstädter Stadtteil Arheilgen seine Fußball-Akademie für Nachwuchs-Kicker.

Ist eine Rückkehr also ausgeschlossen? "Sicher kribbelt es hin und wieder", antwortete er auf die Frage nach einem möglichen Comeback. Und man dürfe im Fußball niemals nie sagen. Aber ein Angebot, das ihm zum Umdenken bewege, müsse es in sich haben. "FC Bayern – da würde ich natürlich sofort ja sagen“, meinte Da Costa und lachte. Aber ansonsten. Eher nein.

Erst "nur" Spieler, jetzt auch Trainer

Seine neue Aufgabe macht ihm jedenfalls spürbar Spaß. Eigentlich sind es sogar neue Aufgaben. Die  Fußball-Akademie des 35-Jährigen auf dem Platz des FCA Darmstadt ("Da bin ich in fünf Minuten mit dem Fahrrad hingefahren“) ist längst nicht alles. Nachdem er bei dem Verbandsligisten "nur" als Spieler begann, ist er nun zum Spielertrainer aufgestiegen. "Ich helfe gerne. Und ich fühle mich sehr wohl  bei dem, was ich tue". So trainiert er zudem die E-Junioren des FCA , das Team seines Sohnes.

Der Brasilianer macht also das, was er mit am liebsten tut. "Ich liebe Fußball, liebe es auf dem Platz zu stehen. Solange ich mit fit fühle, spiele ich weiter", erklärte er. Dies auch weiterhin erfolgreich. Mit 13 Treffern ist er bester Torschütze des Sechsligisten. Und übrigens: Es gibt eine Aufstiegsrelegation in der Verbandsliga. Gelegenheit also für fulminante Schüsse und wichtige Treffer.

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