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WM 2022 in Katar: FIFA legt den 18. Dezember als Finale fest

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Von FIFA bestätigt  

Finale der WM 2022 findet am 18. Dezember statt

19.03.2015, 19:11 Uhr | dpa, sid

WM 2022 in Katar: FIFA legt den 18. Dezember als Finale fest. FIFA-Präsident Sepp Blatter bei der Verkündung des Austragungsortes für die WM 2022. (Quelle: dpa)

FIFA-Präsident Sepp Blatter bei der Verkündung des Austragungsortes für die WM 2022. (Quelle: dpa)

Ein "Weihnachtsstern" am vierten Advent 2022: Wenn in deutschen Wohnzimmern das vierte Lichtlein brennt, wird in der katarischen Wüste der neue Fußball-König gekürt. Wie der Weltverband FIFA nun bekannt gab, wird das Finale der WM 2022 am 18. Dezember gespielt - dem Nationalfeiertag des höchst umstrittenen Ausrichters Katar. Laut FIFA-Mediendirektor Walter De Gregorio soll die WM nur 28 anstatt wie bislang üblich 30 Tage dauern.

Erstmals in der WM-Geschichte seit 1930 wird ein Turnier nicht im europäischen Sommer stattfinden. Die WM am Persischen Golf muss im Winter gespielt werden, da in der traditionellen WM-Zeit im Juni/Juli am Persischen Golf die Temperaturen auf bis zu 50 Grad steigen. Der Verlegung waren jahrelange, hitzige Diskussionen vorausgegangen.

FIFA ist "froh über die Entscheidung"

Ein mögliches Eröffnungsspiel am 20. November ist noch abhängig von den Verhandlungen über den internationalen Spielkalender mit den Profiligen, die die Winter-WM in Katar ablehnen. "Wir sind froh, dass eine Entscheidung getroffen wurde und die Planungen nun konkret vorangehen können", sagte De Gregorio.

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Niersbach: "Ein ganz gravierender Einschnitt"

"Natürlich ist das auch aus deutscher Sicht nicht erfreulich, an der Verlegung in den Winter hängt unglaublich viel", sagte Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. "Es ist ein ganz gravierender Einschnitt, den man sich hätte ersparen können. Aber jetzt plädiere ich für Sachlichkeit. Es hilft jetzt nicht, zu lamentieren - wir müssen nach vorne und nach Lösungen schauen."

Fakt ist, dass vor allem die europäischen Ligen mit massiven Einschnitten rechnen müssen. Der Spielbetrieb muss spätestens Anfang November unterbrochen werden, weitergehen kann es erst irgendwann im Januar. Es wird mehr englische Wochen geben müssen. Ein Vorteil: Weil die WM in den bisherigen Liga-Rhythmus passt, brauchen die in Europa spielenden Nationalspieler keine Regeneration im Vorfeld, sie gehen topfit in die WM.

"Konsensmodell" mit deutlich höheren Abstellungsgebühren?

"Die Verlegung ist ein Konsensmodell, und wir sind gut beraten, im Umgang damit nicht immer nur die deutsche Brille aufzusetzen", sagte Niersbach. "In Europa war ohnehin eine Austragung im Januar 2023" präferiert worden. "Es kam aber von der FIFA der Einwand der einzuhaltenden Verträge - mit dem Ausrichter, den Medien und Sponsoren", sagte Niersbach.

Unter anderem hatte die Interessenvertretung europäischer Fußballvereine (ECA) Proteste angekündigt und Kompensationszahlungen gefordert. Diese wurden von der FIFA aber umgehend zurückgewiesen. Wahrscheinlich ist auch hier ein "Konsensmodell" mit deutlich höheren Abstellungsgebühren von der FIFA an die Klubs.

Für die WM 2014 in Brasilien schüttete der Weltverband 51,4 Millionen Euro aus. Dieser Betrag könnte mindestens verdoppelt werden, eventuell sogar bereits für die WM 2018 in Russland.

Korruptionsbericht stellt Austragung nicht infrage

Die Terminfrage war neben der Menschenrechtsfrage und den Korruptionsvorwürfen nur ein Teil des Problems, das die FIFA seit der kontroversen Vergabe im Dezember 2010 beschäftigt. "Die Entscheidung für Katar ist Stand heute klar", sagte Niersbach.

Auch der Korruptionsbericht des früheren Chefermittlers Michael Garcia stelle "die grundsätzliche Austragung offensichtlich nicht infrage". Eine "offene, wichtige Voraussetzung ist für mich, dass an der Frage der Menschenrechtssituation gearbeitet wird", sagte Niersbach: "Das sieht auch FIFA-Präsident Joseph Blatter so."

Zwar beteuert das lokale Organisationskomitee in Katar immer wieder, dass eine Besserung eingetreten sei, aber nach Ansicht der internationalen Menschenrechtsorganisationen hat sich an den katastrophalen, sklavereiähnlichen Bedingungen am Persischen Golf kaum etwas geändert. Auch darüber wollte das FIFA-Exko im Hauptquartier auf dem Zürichberg beraten.

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