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Michel Platini bleibt bis 2019 UEFA-Präsident

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Kein Gegenkandidat  

Im Amt bestätigt: Platini bleibt UEFA-Präsident

24.03.2015, 14:55 Uhr | dpa

Michel Platini bleibt bis 2019 UEFA-Präsident. Michel Platini bleibt für vier weitere Jahre Präsident der Europäischen Fußball-Union. (Quelle: dpa)

Michel Platini bleibt für vier weitere Jahre Präsident der Europäischen Fußball-Union. (Quelle: dpa)

Michel Platini bleibt bis 2019 Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Der 59-jährige Franzose wurde beim Kongress in Wien ohne Gegenkandidat per Akklamation für seine dritte Amtszeit bestätigt. Der frühere Weltklasse-Spieler steht dem Kontinentalverband seit 2007 vor und ist automatisch Vizepräsident des Weltverbands FIFA.

"Danke für ihr Vertrauen und ihre Freundschaft", sagte Platini nach der Wahl. In seiner Dankesrede an die Delegierten ging er auch auf den schwelenden Konflikt mit dem Weltverband FIFA ein und richtete sich dabei an die anwesenden Präsidenten der anderen FIFA-Konföderationen. "Wir sind bereit, zum Wohle aller zusammenzuarbeiten. Weil die FIFA uns am Herzen liegt, wollen wir, dass sie perfekt ist", sagte der Franzose.

"Sie können sich gar nicht vorstellen, welche Ehre dies für mich bedeutet. Ihr Vertrauen ist die schönste Belohnung für mich und ich hoffe nur Eines: Ihre Erwartungen erneut erfüllen zu können", sagte Platini während seiner Eröffnungsrede in Richtung der 54 UEFA-Verbände.

Kampf gegen den Rassismus

Zuvor hatte Platini auf die von ihm herbeigeführten Veränderungen im europäischen Fußball hingewiesen - die Aufstockung der EM von 16 auf 24 Teilnehmer, die Einführung der Nations League ab 2018 und das erste Pan-Europa-Turnier, der EM 2020 in 13 Gastgeberländern. "Gemeinsam konnten wir unter Beweis stellen, dass Romantik und Realismus, Ideale und Handlungen, vereinbar sind. Ohne uns selbst untreu zu werden, konnten wir die UEFA zu einem einzigartigen Vorbild im Bereich der Sportorganisationen machen", sagte Platini.

Als große Herausforderung für die nächste Amtszeit nannte der einstige Weltklasseprofi und Europameister von 1984 die Bekämpfung des Rassismus im Fußball. Es sei "sehr lange her, seit wir in Europa zuletzt einer so starken Zunahme von Nationalismus und Extremismus gegenüberstanden", sagte Platini. "Diese schleichende Tendenz ist in unseren Stadien wiederzufinden, da der Fußball einen Spiegel der Gesellschaft darstellt. Aufgrund seiner Beliebtheit ist unser Sport ein Gradmesser für die Probleme auf unserem Kontinent. Und dieser Gradmesser zeigt Beunruhigendes an." Zudem forderte er erneut die Einführung einer europäischen Sportpolizei.

UEFA für eine Ablösung von Blatter

Aussagen zum laufenden Wahlkampf um den FIFA-Präsidentschaftsposten verpackte Platini dann erst in seiner Ansprache nach der Wahl. Die UEFA ist für eine Ablösung von Amtsinhaber Sepp Blatter, hat sich aber noch nicht offiziell auf einen der drei Gegenkandidaten Luis Figo, Michael van Praag oder Prinz Ali bin al-Hussein für die Wahl Ende Mai festgelegt.

Platini hatte auf eine eigene Kandidatur verzichtet. Blatter hielt als FIFA-Chef seine traditionelle Begrüßungsrede, verzichtete aber ebenfalls auf klare Wahlkampfaussagen. Stattdessen rief er zur Einheit aller Fußball-Institutionen auf: "Ich appelliere an Sie alle, zusammen mit der UEFA, mit Europa diese Einheit herzustellen."

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