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Noch irrer als bei Schalke: Zwei Teams feiern sich im Iran als Meister

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Falschinfo sorgt für Chaos im iranischen Fußball  

Noch irrer als auf Schalke: Zwei Teams feiern sich als Meister

16.05.2015, 14:54 Uhr

Noch irrer als bei Schalke: Zwei Teams feiern sich im Iran als Meister. Fans in Täbris feiern ihr Team als Meister. Später stellt sich heraus, dass dies ein Irrtum ist.  (Quelle: dpa)

Fans in Täbris feiern ihr Team als Meister. Später stellt sich heraus, dass dies ein Irrtum ist. (Quelle: dpa)

Täbris liegt knapp 3500 Kilometer von Gelsenkirchen entfernt. Aber rund um den FC Schalke 04 werden sie nachfühlen können, wie es Spielern, Verantwortlichen und Fans des nordwestiranischen Vereins Tractor Sazi Täbris ergangen ist. Das skurrile Geschehen im Jadegar-Imam Stadion erinnert stark an die Vier-Minuten-Meisterschaft der Schalker 2001 - und war sogar noch verrückter. Täbris feierte mit 100.000 Fans im Stadion. Zu Unrecht. Und die Falschnachricht kam auch noch von der eigenen Ersatzbank.

Es ist der letzte Spieltag der iranischen Premier League: Täbris und Naft Teheran spielen gegeneinander, beide brauchen einen Sieg für die Meisterschaft. Bei einem Remis könnte der Tabellendritte Sepahan Isfahan profitieren.

Nach 3:1 nur 3:3

Täbris führt bis 15 Minuten vor Schluss 3:1 und ist voll auf Titelkurs. Doch in der 76. und 81. Minute fallen die Tore zum 3:3. Isfahan gewinnt unterdessen ungefährdet 2:0 gegen Saipa FC und ist Meister. Damit könnte die Geschichte zu Ende sein.

Doch in Täbris bricht unbändiger Jubel aus. Tausende Fans stürmen aufs Spielfeld und feiern den ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte. So glauben sie zumindest. Millionen TV-Zuschauer, die die beiden Spiele live per Konferenz verfolgen, trauen ihren Augen nicht. Denn im Fernsehen laufen gleichzeitig Bilder von Feierlichkeiten in den Stadien in Täbris UND Isfahan. Nicht mal die TV-Kommentatoren wissen, wie sie das Geschehen einordnen sollen. Kurzzeitig zweifeln Experten an der Richtigkeit der Tabelle, die Isfahan auf Rang eins führt.

Keine Informationen mehr

Die Aufklärung folgt erst spät und nur langsam: In der 87. Minute seien im Stadion TV-Bildschirme, Handys und auch die Radios ausgefallen. Eine noch unbekannte Person auf der Bank von Täbris hatte dann mitgeteilt, dass auch die Partie in Isfahan noch Unentschieden ausgegangen sei - und Täbris den Titel geholt habe. Dementsprechend spielten die Gastgeber in den letzten Minuten auf Zeit anstatt auf Sieg. Nachdem die Mannschaft nach Schlusspfiff jubelte, glaubten die Fans, dass ihr Team Meister geworden sei und stürmten den Rasen.

"Wir wurden hereingelegt", sagte Tractors portugiesischer Trainer Toni Oliveira später der iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Oliveira war zuvor auf dem Rasen von jubelnden Anhängern umarmt und gefeiert worden.

Krawalle in der Stadt

Die bittere Erkenntnis, dass alles ganz anders war, kam - anders als einst in Gelsenkirchen - erst in der Kabine. In Täbris kam es daraufhin zu Krawallen vor dem Stadion und in der Stadt.

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