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FIFA-Skandal: Nur Joseph Blatter kann Joseph Blatter stoppen

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Kommentar zum FIFA-Skandal  

Nur Blatter kann Blatter stoppen

27.05.2015, 19:39 Uhr | ost

FIFA-Skandal: Nur Joseph Blatter kann Joseph Blatter stoppen. Unantastbar: Auch der neueste FIFA-Skandal wird Joseph Blatter nicht zu Fall bringen. (Quelle: dpa)

Unantastbar: Auch der neueste FIFA-Skandal wird Joseph Blatter nicht zu Fall bringen. (Quelle: dpa)

Von Oliver Strerath

Selten zuvor wurde die FIFA durch einen Skandal in seinen Grundfesten derart erschüttert. Die Festnahmen sieben hochrangiger Funktionäre des Fußball-Weltverbandes und die Ermittlungen wegen Korruption rücken auch Joseph Blatter ins Zwielicht. Wieder einmal. Und mehr denn je. Zu Fall bringen werden die Erschütterungen den übermächtigen und umtriebigen FIFA-Präsidenten indes nicht. Im Gegenteil.

Die FIFA versinkt immer tiefer im Korruptionssumpf. Doch der Selbsterhaltungstrieb des Schweizers läuft auf Hochtouren. Der Boss sei nicht betroffen, lässt Blatter verkünden. Obwohl die Beschuldigten aus seinem direkten Umfeld kommen. Kurios: Der Verband mit dem Eidgenossen an der Spitze verkauft sich als Opfer und würdigt die Vorfälle als einen Erfolg im Kampf gegen das Böse. Eine Verschiebung der Wahl, bei der Blatter am Freitag zum fünften Mal als Präsident kandidiert, komme daher auch nicht infrage.

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Nie etwas nachgewiesen

Erneut wäscht Blatter seine Hände also in Unschuld. In Bedrängnis geraten ist er in der Vergangenheit oft genug. Nachweisen konnte man ihm bisher nie etwas. Und aus jedem Skandal, den er unbeschadet übersteht, scheint der 79-Jährige gestärkt hervorzugehen. Auch diesmal – mögen die Rufe nach seinem Rücktritt so laut wie noch nie sein. Vor allem aus Europa.

Eine Demission des Patrons wird es trotz aller Kritik und Forderungen aktuell jedenfalls nicht geben. "Warum auch?", fragen seine Unterstützer, die (noch) in der Mehrheit sind. Ihr Argument: Gerade in der Krise brauche es doch die starke Hand des Präsidenten.

Neuanfang wird ausbleiben

Blatter versteht es wie kaum ein Zweiter, sein Gefolge hinter sich zu versammeln. Seine Unterstützer wurden und werden dafür reich entlohnt. Mit Zugeständnissen. Mit Geld. Mit Einfluss. In schlechten Zeiten, wie aktuell, stehen sie daher geschlossen hinter ihrem Anführer. Genauso wie es der Schweizer geplant hat.

So wird bei der Wahl des FIFA-Präsidenten der überfällige Neuanfang ausbleiben. Schon im Vorfeld hatte sich ein möglicher Konkurrent nach dem anderen verabschiedet. Zu übermächtig ist der Amtsinhaber, dessen Wiederwahl beschlossene Sache ist.

Die Mitgliedsverbände können nur ein Zeichen setzen und das Wahlergebnis so schlecht wie möglich ausfallen lassen: nicht mehr als ein kleiner Denkzettel. Das Ende der Ära Blatter werden sie nicht einläuten können. Das kann nur einer: Joseph Blatter selbst.

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