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FIFA-Skandal: Sepp Blatter verliert langjährige Verbündete

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Wiederwahl aber nicht gefährdet  

Langjährige Verbündete wenden sich von Blatter ab

29.05.2015, 11:28 Uhr | sid, dpa

FIFA-Skandal: Sepp Blatter verliert langjährige Verbündete. Sorgenvoller Gesichtsausdruck: Kurz vor der Wahl des FIFA-Präsidenten schwindet die Unterstützung für Sepp Blatter. (Quelle: dpa)

Sorgenvoller Gesichtsausdruck: Kurz vor der Wahl des FIFA-Präsidenten schwindet die Unterstützung für Sepp Blatter. (Quelle: dpa)

Am Tag der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten schwindet endgültig die Unterstützung für Sepp Blatter. Die Verbände aus den USA, Kanada, Australien und Neuseeland schlugen sich angesichts des jüngsten Skandals im Weltverband auf die Seite von Herausforderer Prinz Ali bin Al Hussein aus Jordanien. An der erneuten Wahl des Schweizers dürfte das Umdenken allerdings nichts mehr ändern.

"Der US-Verband wird für Prinz Ali stimmen", twitterte Sunil Gulati, Präsident des amerikanischen Fußballverbandes USSF, kurz vor der heutigen Wahl. Beobachtern zufolge könnten mit diesem Schritt die Chancen der USA auf die erhoffte Ausrichtung einer weiteren WM sinken.

Auch der kanadische Verband CSA wandte sich von Blatter ab. "Wir haben uns nach einem Treffen für eine Wahl von Prinz Ali entschieden, da wir die derzeitige Führung der FIFA nicht unterstützen können", teilte CSA-Chef Victor Montagliani mit. Neuseelands Verbandspräsident Mark Aspden, der noch zu Wochenbeginn Blatter unterstützt hatte, wechselte ebenso die Seiten.

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Von einem Rücktritt sprach der amtierende Präsident allerdings nicht. Video

Lowy will einen Neuanfang

Noch überraschender kam das Umdenken aus Australien, wo sich der langjährige Blatter-Unterstützer Frank Lowy für einen Neuanfang aussprach. "Wir glauben, dass die FIFA so schnell wie möglich einen Wechsel braucht", wird der Verbands-Boss in einer offiziellen Mitteilung zitiert. Damit geht Australien in Opposition zu einem Großteil des asiatischen Kontinentalverbandes, der an Blatter festhält.

Neben der asiatischen Konföderation AFC steht vor allem der afrikanische Kontinentalverband (CAF) nahezu geschlossen hinter Blatter. Der Wiederwahl steht somit kaum etwas im Wege. Im ersten Wahlgang ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit unter den 209 stimmberechtigten Verbänden erforderlich, im zweiten eine Mehrheit von mehr als 50 Prozent.

UN-Sprecher: "Schauen uns Partnerschaft genau an"

Unterdessen haben sich die Vereinten Nationen und ein weiterer Großsponsor (Hyundai) angesichts des neuerlichen FIFA-Skandals besorgt gezeigt. "Wir schauen uns die bestehende Partnerschaft genau an und beobachten die weitere Entwicklung der Situation", sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric. Die UN und die FIFA arbeiten seit 1999 bei Initiativen zur Gesundheitsförderung, Geschlechtergerechtigkeit und zum Schutz von Kindern zusammen.

Die Partnerschaften, die alle auf freiwilliger Basis bestehen, hätten laut Dujarric den Zweck, dass die UN-Botschaft des Friedens bei großen Sportereignissen "gesehen und gehört" werde. Zugleich wies er darauf hin, dass die Ermittlungen gegen die FIFA noch am Anfang stünden. Für ein grundsätzliches Überdenken der Partnerschaft sei es noch zu früh.

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Besorgte Töne gab es auch von FIFA-Sponsor Hyundai-Kia. Das Unternehmen sei "extrem besorgt" und wolle "die Situation weiter genau beobachten", teilte der südkoreanische Autokonzern mit. Ähnlich hatten sich zuvor schon die Sponsoren adidas, Visa, Coca-Cola, Budweiser und McDonald's geäußert.

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