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Nach Blatters Fall  

Verlieren Katar und Russland jetzt die WM-Turniere?

04.06.2015, 06:55 Uhr | rtr, dpa

Verlieren Katar und Russland jetzt die WM-Turniere?. Da war die FIFA-Welt noch in Ordnung: FIFA-Chef Joseph Blatter verkündet Katar als Ausrichter der WM 2022. (Quelle: dpa)

Da war die FIFA-Welt noch in Ordnung: FIFA-Chef Joseph Blatter verkündet Katar als Ausrichter der WM 2022. (Quelle: dpa)

Kommt nun doch wieder Bewegung in die Vergabe der nächsten beiden WM-Turniere? Nach dem überraschenden Abgang von FIFA-Chef Joseph Blatter scheint es nicht mehr komplett unmöglich, dass Katar und Russland um die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaften 2022 und 2018 bangen müssen.

Die US-Bundespolizei FBI untersucht bei ihren Ermittlungen gegen die FIFA einem Insider zufolge auch die WM-Vergabe an die beiden Ausrichter. Die Nachforschungen gingen über das Korruptionsverfahren hinaus, in dessen Rahmen in der vergangenen Woche mehrere hochrangige Funktionäre des Weltverbandes angeklagt worden seien, will jedenfalls die Nachrichtenagentur Reuters von US-Ermittlern erfahren haben. In der Schweiz wird bereits in diese Richtung ermittelt.

Die Katar-Gegner wittern Morgenluft

In der Politik hofft offenbar der eine oder andere auf eine neue Dynamik. Bundesjustizminister Heiko Maas forderte bereits eine Überprüfung der Turniervergabe für die Jahre 2018 und 2022: "Blatters Rücktritt kann nur der Anfang für die dringend erforderliche Aufklärung sein", sagte der SPD-Politiker der "Bild". "Wenn bei den WM-Vergaben Schmiergelder geflossen sind, müssen die Entscheidungen komplett neu überdacht werden."

Auch hochrangige Fußballfunktionäre halten eine Neuvergabe für möglich. "Wäre ich anstelle der Organisatoren aus Katar, würde ich heute Nacht nicht sehr gut schlafen", sagte der englische Verbandschef Greg Dyke. Der frühere Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Theo Zwanziger, erklärte im Hessischen Rundfunk: "Kann man einem Land, das halb so groß ist wie Hessen, das weltgrößte Fußballereignis anvertrauen? Nein, ich glaube, das muss nochmal aufgearbeitet werden."

Zwei Szenarien für eine Kehrtwende

Noch fehlt für eine Neuvergabe aber jede juristische Grundlage. Die Verträge mit den WM-Gastgebern sind unabhängig von der Person des Präsidenten geschlossen. Dennoch gibt es Szenarien, die eine neue Ausschreibung der Fußball-Turniere möglich machen könnten.

Erstens: Die Schweizer Justiz ermittelt nach der Strafanzeige der FIFA weiterhin in alle Richtungen. Mehrere Wahlmänner von 2010 - wie die FIFA-Vizepräsidenten Issa Hayatou und Angel Maria Villar Llona - wurden schon befragt. Auch Franz Beckenbauer steht auf der Verhörliste. Finden die Ermittler aus Bern belastendes Material, das Korruption oder Vorteilsnahme bestätigt, könnte und müsste die FIFA eine Neuvergabe einleiten.

Zweitens: Die Hoffnungen der Russland- und Katar-Gegner ruhen auch noch auf dem Garcia-Report. Der Bericht des ehemaligen Chefermittlers der FIFA-Ethikkommission, Michael Garcia, wurde noch nicht veröffentlicht. Finden sich dort mehr belastbare Anschuldigungen, als bislang von den Ethikhütern publiziert, müsste die FIFA auch aktiv werden. Je nachdem, welche Interessen der Blatter-Nachfolger hat, könnte der Garcia-Report instrumentalisiert werden.

Der Golfstaat beklagt Vorurteile

Dagegen verteidigte sich der Golfstaat Katar noch einmal eindringlich. Außenminister Al-Attija sagte, sein Land habe sich den Zuschlag verdient, weil es die beste WM-Bewerbung gehabt habe. "Auf keinen Fall kann sie Katar entzogen werden." Auch der Fußballverband des Landes wies die Kritik zurück. Außenminister Chaled al-Attija warf Kritikern Vorurteile und Rassismus vor.

UMFRAGE
FIFA-Präsident Sepp Blatter ist zurückgetreten. Glauben Sie, dass sich beim Weltverband dadurch etwas ändern wird?

Bereits bei der Entscheidung für Katar und Russland Ende 2010 hatte es Kritik an der Fifa gegeben. Neu aufgeflammt ist die Diskussion wegen des Korruptionsskandals. Bei den Ermittlungen in den USA und in der Schweiz geht es um den Verdacht, dass bei der Vergabe von Turnieren Schmiergeld geflossen sein könnte. Blatter ist offiziell ist selbst nicht angeklagt. Einem Insider zufolge ist er aber ins Visier der US-Behörden geraten.

Für die WM-Turniere hatten sich unter anderem die USA, England und Australien beworben.

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