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Blazer gesteht Bestechung bei WM 1998 und 2010

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Frühere FIFA-Größe packt aus  

Blazer gesteht Bestechung bei der WM 1998

03.06.2015, 22:53 Uhr | sid, dpa

Blazer gesteht Bestechung bei WM 1998 und 2010. Der frühere FIFA-Funktionär Chuck Blazer (li.) mit dem Verbandschef Joseph Blatter bei der Klub-WM 2012. (Quelle: imago/Ulmer)

Der frühere FIFA-Funktionär Chuck Blazer (li.) mit dem Verbandschef Joseph Blatter bei der Klub-WM 2012. (Quelle: Ulmer/imago)

Die Korruptions-Affäre bei der FIFA weitet sich immer stärker aus. Chuck Blazer hat den US-Behörden gestanden, gemeinsam mit anderen hohen Funktionären des Fußball-Weltverbandes Bestechungsgelder angenommen zu haben, als es um die Vergabe der WM 1998 ging.

Das geht aus dem offiziellen Vernehmungsprotokoll des früheren Mitglieds des FIFA-Exekutivkomitees hervor, das ein New Yorker Gericht veröffentlichte.

Auch Südafrika und der Gold Cup betroffen

Darin ist außerdem zu lesen, dass der US-Amerikaner Blazer und andere Verantwortliche von Kandidat Marokko bestochen worden sein sollen. Dennoch siegte am Ende Frankreich und durfte die WM ausrichten. Die Endrunde vor 17 Jahren war bisher noch nicht in Verdacht geraten.

Auch für die WM 2010 in Südafrika sowie die Übertragungsrechte des Gold Cups in den Jahren zwischen 1996 und 2003 seien Schmiergelder geflossen, sagte Blazer in der Vernehmung. Im Gold Cup wird der Kontinentalmeister des Verbandes CONCACAF ermittelt, der für Nord- und Mittelamerika sowie für die Karibik zuständig ist.

Viele Jahre im Machtzentrum der FIFA tätig

Blazer war von 1990 bis 2011 Generalsekretät von CONCACAF und von 1997 bis 2013 Mitglied der FIFA-Regierung. Der 70-Jährige gilt als Schlüsselfigur bei den derzeitigen Ermittlungen der US-Behörden gegen FIFA-Funktionäre. Der schwer krebskranke Blazer kam 2013 nach einer Kautionszahlung in Höhe von zehn Millionen Dollar auf freien Fuß und liegt nach Angaben der "New York Times" derzeit in einem New Yorker Krankenhaus.

Blazer zeigte sich nach der Anklage durch die US-Justiz kooperativ. Er soll außerdem bei den Olympischen Spielen 2012 in London heimlich Funktionärsgespräche aufgenommen haben.

Blazer gesteht auch Betrug und Steuerhinterziehung

Die Aussagen Blazers über Bestechung bei der WM-Vergabe gelten als brisant: Bisher ermitteln die US-Behörden zwar gegen mehrere FIFA-Funktionäre wegen Bestechung und Korruption, Ermittlungen wegen WM-Vergaben wurden allerdings bisher nicht offiziell bestätigt. Besonders die WM-Vergabe nach Russland 2018 und Katar 2022 gelten als höchst umstritten.

UMFRAGE
FIFA-Präsident Sepp Blatter ist zurückgetreten. Glauben Sie, dass sich beim Weltverband dadurch etwas ändern wird?

In den am Mittwoch veröffentlichten Zeugenaussagen bekennt sich Blazer auch des Betrugs gegenüber der FIFA sowie der Steuerhinterziehung schuldig.

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