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FIFA-Skandal: Niersbach schließt Schmiergelder bei WM 2006 aus

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DFB-Präsident bezieht Stellung  

Niersbach: Keine Schmiergelder bei WM-Vergabe 2006

05.06.2015, 13:32 Uhr | sid

FIFA-Skandal: Niersbach schließt Schmiergelder bei WM 2006 aus. DF-Präsident Niersbach: "Wir haben uns absolut nichts vorzuwerfen." (Quelle: imago/Eibner)

DF-Präsident Niersbach: "Wir haben uns absolut nichts vorzuwerfen." (Quelle: Eibner/imago)

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland ausgeschlossen. "Wir haben uns absolut nichts vorzuwerfen. Ich darf daran erinnern, dass wir die absolut beste Bewerbung hatten", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im ZDF: "Wir haben die Abstimmung mit 12:11 gewonnen. Wir wissen, dass die acht Europäer für uns gestimmt haben. Woher die anderen vier Stimmen kamen, können wir nur vermuten. Die haben wir mit unserer Bewerbung überzeugt."

Niersbach zeigte kein Verständnis, dass der irische Fußballverband nach dem Ausscheiden in der Qualifikation zur WM 2010 gegen Frankreich fünf Millionen Euro von der FIFA erhalten haben soll. "Ich kann mir keinen Reim machen auf diesen neuen Vorgang", sagte er.

Bestechungsskandal weitet sich aus

Im Zuge des FIFA-Skandals gibt es seit Mitte der Woche konkrete Hinweise darauf, dass rund um die Vergaben der Endrunden 1998 und 2010 Bestechungsgelder geflossen sind. Bei den Vergaben nach Russland (2018) und Katar (2022) wird dies seit langer Zeit vermutet.

UMFRAGE
Glauben Sie, dass bei der Vergabe der WM 2006 nach Deutschland alles mit rechten Dingen zugegangen ist?

Trotz des Niersbach-Dementis halten sich aber weiterhin hartnäckig Gerüchte um Ungereimtheiten bei der Vergabe der WM 2006 nach Deutschland. So schreibt Thomas Kistner von der "Süddeutschen Zeitung" in seinem Buch "FIFA Mafia", dass wenige Wochen vor der Abstimmung große deutsche Firmen wie Daimler Millionen-Investitionen in Länder tätigten, die zur damaligen Zeit einen Vertreter des Fifa-Exekutivkomitee stellten.

Waffenlieferung nach Saudi-Arabien

Auch auf eine Waffenlieferung der Bundesregierung wird immer wieder hingewiesen. Offiziell wurde dies stets dementiert. Eine Woche vor der WM-Vergabe im Jahr 2000 soll Deutschland rund 1000 Panzerfäuste nach Saudi-Arabien transferiert auf. Der damalige FIFA-Vorstand Al-Dabal war Teil des saudischen Königshauses und soll anschließend für Deutschland gestimmt haben.

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