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Fußball  

Löws schwierige Blitzvorbereitung

08.06.2015, 18:24 Uhr | dpa

Fußball: Löws schwierige Blitzvorbereitung. Lukas Podolski (l-r), Jonas Hector und Bastian Schweinsteiger stehen in Köln vor dem neuen Bus des Nationalteams.

Lukas Podolski (l-r), Jonas Hector und Bastian Schweinsteiger stehen in Köln vor dem neuen Bus des Nationalteams. Foto: Federico Gambarini. (Quelle: dpa)

Köln (dpa) - Bastian Schweinsteiger kam von den French Open, Lukas Podolski hatte ausgiebig seinen 30. Geburtstag gefeiert - und auch beim Treffen der Weltmeister stand zunächst anderes als Fußball auf dem Programm.

Hier ein Treffen mit Sponsoren, dort ein Werbespot, schließlich noch die Vorstellung eines neuen, goldenen Logos und Fotos vor dem neuen Mannschaftsbus: Erst ab Montagnachmittag konnte Joachim Löw seine 18 verfügbaren Spieler fit machen für die letzten beiden Länderspiele der Saison. "Es ist so, wie es ist. Natürlich gibt es idealere Konstellationen", sagte Kapitän Bastian Schweinsteiger vor der Testpartie der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch in Köln gegen die USA.

Mehrere Minuten sprach Löw vor der ersten von nur zwei Trainingseinheiten am Montagabend zu seinen im Kreis um ihn versammelten Spielern. "Es gab nicht die Möglichkeit, mit der Mannschaft und im hohen Rhythmus zu trainieren. Es war eine andere Art", hatte der Bundestrainer vor der Zusammenkunft in Köln gesagt. Wie immer will er auch den Test gegen seinen ehemaligen Chef Jürgen Klinsmann zum Probieren verschiedener Varianten nutzen.

"Solche Spiele, die als unnütz bezeichnet wurden, haben immer wieder zur Entwicklung der Mannschaft oder einzelner Spieler beigetragen", entgegnete Manager Oliver Bierhoff den Kritikern. "Man sollte nicht den Fehler machen, von zu wenig Urlaub zu sprechen. Ich sehe schon die nötige Pause für alle Spieler gewährleistet", fügte der ehemalige Stürmer hinzu. Es sei eher problematisch, dass die Spieler nach dem Saisonende "zehn Tage im luftleeren Raum" waren. Aber: "In solch kurzer Zeit verlieren sie auch nicht an Fitness."

Über zwei Wochen nach Bundesliga-Abschluss muss der Weltmeister nochmals im Wettkampf bestehen. "Die Mannschaft weiß, worauf es ankommt", betonte Löw. "Wir haben das ja schon oft erlebt. Natürlich hätten gerade die stark belasteten Nationalspieler alle den Urlaub verdient. Doch Nationalspieler zu sein, bedeutet auch, Herausforderungen anzunehmen", ergänzte Löw, für den die drei Punkte im EM-Qualifikations-Match am Samstag im portugiesischen Faro gegen Fußball-Außenseiter Gibraltar das Entscheidende sind.

"Bei solchen Spielen ist wichtig, dass man konzentriert auftritt", sagte Schweinsteiger und wollte dann auch nicht mehr über die Anfeuerung für seine serbische Freundin Ana Ivanovic auf den Pariser Tennis-Ascheplätzen sprechen. "Ich habe mich gut fitgehalten", betonte der Münchner stattdessen. Ohnehin habe der DFB keinen Einfluss auf den Spielplan des europäischen Verbandes UEFA, meinte Bierhoff. So habe man als attraktiven Testgegner bewusst die USA mit dem ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann ausgesucht. "Gegen Jürgen ist es immer besonders. Wir wollen attraktiven Fußball spielen und die Amerikaner schlagen", verkündete Bierhoff.

Dass zu Wochenbeginn erst 33 000 der 46 200 Tickets für den Kölner Auftritt des Weltmeisters verkauft waren, hat sicher mit dem Zeitpunkt des Spiels, aber auch mit der Besetzung der deutschen Mannschaft zu tun. Die Rio-Sieger Manuel Neuer, Thomas Müller und Toni Kroos bekommen nach einer langen, anstrengenden Saison eine Pause. Benedikt Höwedes und Mats Hummels sind verletzt. Marco Reus und Julian Draxler, die in dieser Spielzeit lange mit Verletzungen kämpfen mussten, stehen nur auf Abruf bereit. Jérôme Boateng reist nach einer Vereinbarung mit Löw erst am Dienstagabend in Köln an.

"Da gibt es kein Klagen", gab Löw trotz aller Störfaktoren das Motto für die letzte Wettkampfwoche der Nach-WM-Saison aus. Bierhoff sieht die beiden Partien bereits als Möglichkeit, sich auf den "heißen Herbst" einzustimmen. Dann muss Deutschland in der Ausscheidung für die EM-Endrunde 2016 in Frankreich gegen Polen sowie auswärts in Schottland und Irland antreten. Derzeit liegt Deutschland hinter Polen und Schottland nur auf Rang drei, der am Ende die Relegation bedeuten könnte.

Wer im RheinEnergieStadion als Startspieler das Trikot mit dem neuen Nationalmannschafts-Logo in Form eines Wimpels mit goldenem Untergrund tragen wird, ließ die Sportliche Leitung am Montag noch offen. Durch Neuers Pause werden sich im Tor der Dortmunder Roman Weidenfeller und der Hannoveraner Ron-Robert Zieler den Job in den beiden Spielen teilen und alles daran setzen, sich zu empfehlen. Denn in dem frisch gekürten Champions-League-Sieger Marc-André ter Stegen scheint die Favoritenrolle auf die Position hinter Stammkeeper Neuer neu vergeben. "Er hat sich mit diesem Titel für seine Beharrlichkeit und seine konstant guten Leistungen belohnt", sagte Löw zum Sieger-Torwart des FC Barcelona.

Voraussichtliche Aufstellung:

Weidenfeller - Durm, Rüdiger, Mustafi, Hector - Khedira, Gündogan - Herrmann, Götze, Podolski - Kruse

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