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Joachim Löw fordert Sepp Blatter zu keinem "Rücktritt vom Rücktritt" auf

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Löw über Blatter  

"Einen Rücktritt vom Rücktritt darf es nicht geben"

15.06.2015, 16:43 Uhr | dpa

Joachim Löw fordert Sepp Blatter zu keinem "Rücktritt vom Rücktritt" auf . Für Bundestrainer Joachim Löw ist die FIFA-Krise "gefährlich".  (Quelle: imago/Sven Simon)

Für Bundestrainer Joachim Löw ist die FIFA-Krise "gefährlich". (Quelle: Sven Simon/imago)

Bundestrainer Joachim Löw hat den FIFA-Präsidenten Sepp Blatter aufgefordert, nicht von seinem angekündigten Rücktritt abzurücken. "Ich denke, so wie es war: Der Rücktritt war absolut okay. Die FIFA muss, soweit mir das zusteht als Trainer, sagen, dass neu strukturiert und neu geordnet und ein gewisser Neubeginn gemacht werden muss, weil es dem Fußball alles sehr geschadet hat - und das war gefährlich. Ich denke, einen Rücktritt von einem Rücktritt darf es normalerweise nicht geben", sagte der Bundestrainer dem TV-Sender Sky.

Der 79 Jahre alte FIFA-Boss Blatter soll einem Medienbericht zufolge doch wieder über einen Verbleib im Amt nachdenken. Die Zeitung "Schweiz am Sonntag" berichtet unter Berufung auf das Umfeld Blatters, Verbände aus Asien und Afrika wollten den angekündigten Rückzug des Schweizers verhindern. "Es überrascht mich jetzt auch irgendwie. Es ist so ein bisschen zu viel Theater insgesamt, was da passiert", sagte Löw dazu.

DFB: Rücktritt so schnell wie möglich

Der DFB und Domenico Scala als Vorsitzender der FIFA-Compliance-Kommission erteilten dem möglichen Ansinnen Blatters gleich eine Absage. "Wir kennen auch nur die Medienberichte aus der Schweiz, die uns in unserer klaren Haltung bestärken: Der von Blatter selbst angekündigte Rücktritt muss jetzt so schnell wie möglich formal vollzogen werden", sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker und Scala betonte: "Für mich sind die Reformen das zentrale Thema. Deshalb halte ich es für klar unverzichtbar, den eingeleiteten Prozess des Präsidiumswechsels wie angekündigt umzusetzen."

UMFRAGE
Macht FIFA-Präsident Blatter ernst und bleibt im Amt?

Der Schweizer Rechtsprofessor Mark Pieth, der als Anti-Korruptions-Experte der FIFA mit seinen Reformvorschlägen gescheitert war, geht sogar weiter. Der 79-Jährige müsse sofort gehen: "Blatter kann sich nicht als lame duck für Monate an seinen Job klammern. Es macht keinen Sinn, weiter Zeit zu verschwenden mit politischen Machtspielen."

Genau darin ist Blatter aber ein Meister seines Fachs. Zu den Spekulationen wollte sich der Machtmensch nicht äußern, seine Tochter Corinne schließt im Gespräch mit der Schweizer Zeitung "Blick" eine Kehrtwendung aus: "In Anbetracht der Ankündigung meines Vaters vom 2. Juni erübrigt sich jeder weitere Kommentar."

Mangel an Alternativen

Gar so abwegig scheint ein Verbleib Blatters aber nicht zu sein. Von den möglichen Nachfolgekandidaten kristallisiert sich noch keiner heraus, der auf dem außerordentlichen Kongress eine Mehrheit für sich erzielen könnte. So hat sich UEFA-Chef Michel Platini auch noch nicht zu einer möglichen Kandidatur geäußert, in Hinterzimmer-Gesprächen will der Franzose erst die Lage erörtern. Auch Brasiliens früherer Star Zico, der portugiesische Ex-Weltfußballer Luis Figo oder der gegen Blatter gescheiterte jordanische Prinz Ali bin al-Hussein scheinen aktuell nicht mehrheitsfähig zu sein. So könnte es am Ende doch wieder auf Blatter hinauslaufen.

Dagegen sprechen aber die Ermittlungen der US-Justiz wegen Korruption, Verschwörung sowie organisierten Verbrechens. Auch wenn gegen Blatter nicht offiziell ermittelt wird, meidet der Schweizer Reisen nach Nordamerika. So bleibt Blatter, der vier Tage nach seiner Wiederwahl Anfang des Monats seinen Rückzug angekündigt hatte, derzeit der Frauen-WM in Kanada fern. Die FIFA soll sich indes mit Star-Verteidiger Lorenz Erni gegen Milliarden-Klagen in den USA rüsten.

Geht es nach Pieth müsse sofort ein Mann von außen als eine Art Interimspräsident der FIFA wieder zu mehr Glaubwürdigkeit verhelfen. Der Jurist brachte dabei den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Sunil Gulati, den Chef des US-Fußballverbandes ins Gespräch. "Es sollte nicht einer dieser alten Hasen werden, da dieser sonst gleich selbst in Schwierigkeiten und Misskredit gerät." Für Pieth wäre Gulati auch ein geeigneter Kandidat für eine langfristige Präsidentschaft. Als möglicher Termin für die Neuwahlen gilt der 16. Dezember.ach dem Salt-Lake-City-Skandal.

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