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U21-EM 2015: Emre Can fordert "Steigerung" vom DFB-Team

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"Jetzt weiß jeder, was gefragt ist"  

Schwache deutsche U21 bereits unter Druck

18.06.2015, 11:47 Uhr | t-online.de

U21-EM 2015: Emre Can fordert "Steigerung" vom DFB-Team. Zufriedenheit sieht anders aus: Die deutschen Spieler Joshua Kimmich, Emre Can und Kevin Volland (von links). (Quelle: dpa)

Zufriedenheit sieht anders aus: Die deutschen Spieler Joshua Kimmich, Emre Can und Kevin Volland (von links). (Quelle: dpa)

Horst Hrubesch hatte schon vor dem Spiel so eine Ahnung. "Ich habe davor gewarnt, dass uns hier nichts geschenkt wird", sagte der Trainer der deutschen U21 zähneknirschend nach dem mauen 1:1 (1:1)-Auftaktremis seiner Mannschaft gegen Serbien. Einem Spiel, in dem den DFB-Junioren deutlich aufgezeigt wurde, dass bereits die Gruppenphase der Europameisterschaft kein Selbstläufer wird.
 
Vor allem in der ersten Hälfte zeigte das Spiel von Kevin Volland und Co. zu viele offensichtliche Mängel. Die Defensive war löchrig und anfällig für Konter, vorne fehlte es an Durchschlagskraft und zündenden Ideen. Kein Wunder, dass Matchwinner Emre Can, der mit dem 1:1-Ausgleich (17. Minute) sein erstes Tor für die U21 erzielte, nach Abpfiff forderte: "Wir müssen besser auftreten in den nächsten Spielen. Es muss eine Steigerung her."

Djuricic düpiert die DFB-Defensive

Can wollte sich der Kritik zwar nicht ausschließen, doch war er mit seiner ansprechenden Leistung einer der Hauptgründe dafür, dass die deutsche Elf nicht mit einer Niederlage ins Turnier gestartet war. Und das obwohl sie den denkbar ungünstigsten Start erwischte. Bereits nach acht Minuten musste Keeper Marc-André ter Stegen hinter sich greifen. Filip Djuricic hatte die gesamte deutsche Hintermannschaft düpiert und durfte sich frei vorm DFB-Schlussmann die Ecke aussuchen.

Ein Umstand, der Hrubesch nach dem Spiel nachdenklich machte. "Es kann sein, dass der ein oder andere vielleicht gedacht hat, dass es doch etwas leichter geht", bemängelte der Coach. Cans Tor sorgte kurz darauf zwar für den Ausgleich, Sicherheit kehrte deswegen dennoch nicht in das Spiel seiner Elf ein. Bis zur Halbzeit blieben die Serben das stärkere Team.

U21 in der Einzelkritik  
Can der Lichtblick in einem schwachen Team

Der Arbeitsnachweis von Hrubeschs Mannschaft gegen Serbien. mehr

"Mit zehn Leuten richtig gut gespielt"

Nachdem das deutsche Team zu Beginn des zweiten Abschnittes endlich seine Anspannung abgelegt hatte, sorgte Linksverteidiger Christian Günther für den nächsten Rückschlag. Bereits gelbverwarnt, ließ sich der Freiburger zu einer unnötigen Schwalbe verleiten und flog vom Platz. Das Kuriose dabei: In den verbleibenden 25 Minuten zeigte der deutsche Nachwuchs endlich eine überzeugende Leistung.

"Mit zehn Leuten haben wir dann richtig gut gespielt", fand auch Hrubesch. Maßgeblich daran beteiligt war der Hannoveraner Leonardo Bittencourt, der nur eine Viertelstunde benötigte, um sich nachhaltig für einen Startelf-Einsatz gegen den kommenden Gegner Dänemark zu empfehlen. Auch Maximilian Arnold (Wolfsburg) und Johannes Geis (Mainz) sind Alternativen. Mit einem formidablen Solo-Lauf und einer klasse Vorlage auf Kapitän Volland hätte Bittencourt sogar beinahe für den Assist zum 2:1 gesorgt, der Hoffenheimer wurde jedoch in letzter Sekunde von zwei serbischen Abwehrspielern geblockt.

Dänemark-Spiel schon vorentscheidend

Durch das Unentschieden ist zwar noch nicht viel passiert in der deutschen Gruppe, das kommende Spiel gegen die starken Dänen hat für die DFB-Junioren dennoch einen Endspiel-Charakter. Eine Niederlage würde das Halbfinale in weite Ferne rücken lassen. Hrubesch unterstrich daher lieber das Positive der Partie: "Entscheidend wird sein, dass wir die Leistung aus den letzten zwanzig Minuten mit rüber nehmen ins Dänemark-Spiel und dort dann die Punkte mitnehmen."
 
Einen Fehlstart, wie gegen die Serben, darf sich die deutsche U21 dann aber nicht erlauben. Hrubesch ist sich jedoch sicher, dass dies im zweiten Gruppenspiel nicht wieder vorkommen wird: "Jeder weiß jetzt, was hier gefragt ist." Und dass der 64-Jährige mit seiner Vorahnung oft Recht hat, hat er schon vor der Partie gegen Serbien bewiesen.

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