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FIFA-Skandal: Franz Beckenbauer verteidigt Sepp Blatter

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"Nicht für alles und jeden verantwortlich"  

Beckenbauer verteidigt FIFA-Boss Blatter

20.06.2015, 12:40 Uhr | dpa

FIFA-Skandal: Franz Beckenbauer verteidigt Sepp Blatter. Franz Beckenbauer und Sepp Blatter: "Wir hatten eine sehr enge Beziehung, das ist sie immer noch." (Quelle: imago/pmk)

Franz Beckenbauer und Sepp Blatter: "Wir hatten eine sehr enge Beziehung, das ist sie immer noch." (Quelle: pmk/imago)

Deutschlands Fußball-Idol Franz Beckenbauer hat FIFA-Chef Joseph Blatter erneut in Schutz genommen. "Ich wehre mich dagegen, dass alles Negative, was im Fußball und in der FIFA passiert, an der Person Sepp Blatter festgemacht wird", sagte der 69-Jährige gegenüber der "Braunschweiger Zeitung".

"Es gibt aber Tausende von Fußball-Funktionären in der Welt. Blatter kann nicht für alles und jeden verantwortlich gemacht werden", erklärte der Kaiser.

Kaiser hält Rücktritt von Blatter für richtig

Dennoch befürwortet Beckenbauer den angekündigten Rücktritt Blatters als Präsident des Weltverbands. "Es ist richtig, dass man sich vom Druck, der sich auf ihm und der FIFA aufgebaut hat, befreit", meinte Beckenbauer, der seit langen Jahren Weggefährte des umstrittenen Blatter ist. "Wir hatten eine sehr enge Beziehung, das ist sie immer noch", sagte Beckenbauer.

Korruption, Verschwörung und organisiertes Verbrechen

Blatter hatte vier Tage nach seiner Wiederwahl Ende Mai angekündigt, bei einem außerordentlichen FIFA-Kongress sein Amt zur Verfügung stellen zu wollen. Die FIFA steht seit der Verhaftung mehrerer Spitzenfunktionäre kurz vor ihrem jüngsten Kongress in Zürich im Zentrum eines Korruptionsskandals. Die US-Justiz führt Ermittlungen wegen Korruption, Verschwörung sowie organisierten Verbrechens.

Zudem ermittelt die Schweizer Staatsanwaltschaft rund um die Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar. Dabei registrierten die Banken laut Schweizer Bundesanwaltschaft 53 Verdachtsfälle von Geldwäsche. Blatter selbst hat bislang jede Verwicklung in den Korruptionsskandal bestritten und kündigte bereits an, mit eigenen Reformvorschlägen einen Neuanfang bei der FIFA einleiten zu wollen.

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