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U21-EM 2015: Kevin Volland und Co. ballern sich frei

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U21 besteht Reifeprüfung  

Dank neuer Rollen: Volland und Co. ballern sich frei

21.06.2015, 09:00 Uhr | t-online.de

U21-EM 2015: Kevin Volland und Co. ballern sich frei. Kevin Volland (li.) feiert ganz cool seinen Freistoßtreffer gegen Dänemark. (Quelle: imago/MIS)

Kevin Volland (li.) feiert ganz cool seinen Freistoßtreffer gegen Dänemark. (Quelle: MIS/imago)

Von Maximilian Miguletz

Als Kevin Volland nach seinem Führungstreffer jubelnd über den Rasen rutschte, zeigte er die Marschrichtung an: Ab sofort wird scharf geschossen! Beim 3:0 (1:0) gegen Dänemark zündete die deutsche U21-Nationalmannschaft phasenweise ein regelrechtes Offensivfeuerwerk. "Heute haben wir einfach richtig gut gespielt", sagte der Kapitän nach Abpfiff. Für die nach wie vor wacklige DFB-Abwehr muss das Lob allerdings eingeschränkt werden.

Sich selbst durfte Volland aber guten Gewissens mit einschließen. Der Hoffenheimer bot im zweiten Gruppenspiel, das zuvor medial zur Reifeprüfung ausgerufen wurde, eine famose Vorstellung. Dabei gelangen ihm sogar ungeahnte Kunststücke, wie Dänemarks Spielführer Jannik Vestergaard feststellte. "Dass Kevin auf einmal Freistöße reinmachen kann, wusste ich nicht", sagte Vollands ehemaliger 1899-Mitspieler mit einem Augenzwinkern.

Der deutsche Doppeltorschütze avancierte zum Matchwinner für das Team von Horst Hrubesch – auch dank des Trainers. Der 64-Jährige hatte seine Junioren nach dem durchwachsenen Turnierauftakt gegen Serbien (1:1) entscheidend umgestellt.

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Neue Rolle für Volland

So lief unter anderem Volland statt auf dem rechten Flügel dieses Mal zentral in vorderster Front auf. Nicht dessen Lieblingsposition, aber es funktionierte blendend. Anders als die gegen Serbien in der Luft hängende Sturmspitze Philipp Hofmann war der 1899-Profi als falsche Neun deutlich besser in die offensiven Kombinationen eingebunden. Mit cleveren Bewegungen war er stets anspielbar, verarbeitete die Pässe in die Spitze gekonnt und hatte das Auge für die Nebenleute.

"Da sieht man, welchen Unterschied es macht, wenn er in der Mitte spielt", merkte ZDF-Experte Thomas Hitzlsperger folgerichtig an. Vor allem aber bewies Volland seinen Torriecher, als die deutsche Elf ihre erste Drangphase nach gut einer halben Stunde mit einem exzellenten Konter krönte. Eiskalt und überlegt verwertete er einen chirurgisch präzisen Steilpass von Emre Can zum 1:0.

"Die Jungs sind einfach gut"

Zuvor hatte der stark aufspielende Bayern-Neuzugang Joshua Kimmich, den Hrubesch statt Leitner von Beginn an brachte, den Ball erobert. Diese Änderung der Startelf erwies sich ebenso als Gewinn wie der Positionswechsel Vollands und auch die Hereinnahme von Leonard Bittencourt, der mit seiner Leichtfüßigkeit auf dem rechten Flügel ein belebendes Element war. Und auch Max Meyer, an dem Hrubesch trotz schwachen Turnierauftakts als Spielgestalter festhielt, steigerte sich, rochierte ab und an mit Volland und kurbelte das Spiel mit guten Ideen und einer enormen Passsicherheit an.

"Wir haben die Bälle in der Mitte gut gewonnen und schnell umgeschaltet", bilanzierte Bittencourt und fügte ein Lob für seinen Kapitän an: "Super Freistoß von Kevin." Keine drei Minuten nach Wiederanpfiff zirkelte Volland einen ruhenden Ball an der Mauer vorbei und unhaltbar in die dänischen Maschen. Nur fünf Minuten später legte Matthias Ginter per Kopf nach. "Die Jungs sind einfach gut", äußerte sich Hrubesch anschließend fast schon begeistert: "Wenn sie ins Laufen kommen, dann sind sie schwer zu halten."

Abwehr schwimmt bedenklich

Tatsächlich erhielt das gesamte Team zunehmend Sicherheit in allen Aktionen und spielte befreit auf. Am Ende hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. "Ich denke das 3:0 ist hochverdient", sagte Hrubesch. Zu Beginn war allerdings Zittern angesagt. Die deutsche U21 legte erneut einen Stotterstart hin. Insbesondere die Defensive zeigte in den ersten 30 Minuten teils haarsträubende Unsicherheiten und offenbarte durch schwaches Stellungsspiel große Lücken.

Diese gilt es im abschließenden Gruppenspiel gegen Gastgeber Tschechien von Beginn an zu schließen, will man das Ticket fürs Halbfinale und damit für Olympia 2016 in Rio lösen. Das weiß auch Volland, der dennoch zuversichtlich ist: "Die Ausgangslage ist gefährlich. Aber wenn wir so spielen wie heute, ist es schwer, uns zu schlagen."

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