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FIFA friert Preisgelder bei der Copa América 2015 ein

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Wegen FIFA-Skandal  

Preisgelder bei der Copa America eingefroren

23.06.2015, 12:18 Uhr | sid

FIFA friert Preisgelder bei der Copa América 2015 ein. Vergeblicher Einsatz? Die Spieler bei der Copa America (links Brasiliens Robinho, rechts der Venezuelaner Cichero) könnten finanziell leer ausgehen. (Quelle: Reuters)

Vergeblicher Einsatz? Die Spieler bei der Copa America (links Brasiliens Robinho, rechts der Venezuelaner Cichero) könnten finanziell leer ausgehen. (Quelle: Reuters)

Der Geldhahn ist zugedreht, der Siegerscheck droht zu platzen: Unmittelbar vor der K.o.-Runde hat der Korruptionsskandal beim Weltverband FIFA die Copa America in Chile erreicht. Wegen der Ermittlungen bei der FIFA hat der südamerikanische Kontinental-Verband CONMEBOL keine Mittel für die Auszahlung der ausgelobten Prämien flüssig.

Laut Medienberichten hat die US-Justiz im Zuge ihrer Untersuchungen die für die Preisgelder benötigten Sponsoren- und TV-Gelder einfrieren lassen. "Es gibt eine reale Situation, die uns das Leben schwer macht", gestand CONMEBOL-Vizepräsident Wilmar Valdéz gegenüber dem chilenischen Radiosender Cooperativa. Der Uruguayer wies dabei auf eine "Intervention bei den Firmen" hin, die zu den "Hauptgeldgebern des Verbandes" zählen.

Bereits Kontakt zu Sponsoren

Ins Fadenkreuz der US-Untersuchungsbehörden und des FBI sind vor allem die Sportrechte- und -marketing-Firmen Datisi aus Uruguay, Traffic aus Brasilien und TyC aus Argentinien geraten. Alle drei Unternehmen hatten die Vermarktungsrechte für die laufende Südamerika-Meisterschaft und die nächsten drei Copa-Turniere gegen Zahlung von Schmiergeldern an einflussreiche Verbandsfunktionäre erhalten.

Neben der Prämie für den Copa-America-Sieger in Höhe von vier Millionen US-Dollar (umgerechnet 3,53 Millionen Euro) sowie den abgestuften Preisgeldern für die Platzierten trägt der CONMEBOL auch die Kosten für Unterbringung und Reisen der zwölf Teilnehmermannschaften.

Laut Valdez hat der Verband bereits Kontakt mit den Sponsoren und TV-Anstalten aufgenommen, damit deren Gelder, falls juristisch möglich, direkt auf CONMEBOL-Konten fließen.

Die Zusammenarbeit mit den in den Skandal verwickelten Firmen soll dagegen möglichst schnell eingestellt werden. "Wir können keine Verträge mit Leuten aufrechterhalten, die nicht zahlen", erklärte der Funktionär. 

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