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Dani Alves: Pep Guardiola wollte Coach von Brasilien werden

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War Bayern nur zweite Wahl?  

Alves: Guardiola wollte Brasilien bei WM trainieren

08.07.2015, 06:46 Uhr | sid

Dani Alves: Pep Guardiola wollte Coach von Brasilien werden. Beim FC Barcelona gab Pep Guardiola vier Jahre lang Daniel Alves Anweisungen. (Quelle: imago/Cordon Press / Miguletz Sports)

Beim FC Barcelona gab Pep Guardiola vier Jahre lang Daniel Alves Anweisungen. (Quelle: Cordon Press / Miguletz Sports/imago)

War der FC Bayern München nur zweite Wahl für Pep Guardiola nach seinem Ausscheiden beim FC Barcelona im Sommer 2012? Der Coach soll vor seinem Engagement beim deutschen Rekordmeister starkes Interesse am Posten des brasilianischen Nationaltrainers gehabt haben. Das berichtete Guardiolas brasilianischer Ex-Spieler Dani Alves in einem Interview mit dem Fernsehsender "ESPN Brasilien".

Den Schilderungen des 32-Jährigen zufolge wäre Guardiola im November 2012 während seiner damaligen Auszeit nach dem Rücktritt von Brasiliens Coach Mano Menezes bereit gewesen, die Selecao zu übernehmen und auf die WM-Endrunde 2014 im eigenen Land vorzubereiten. Allerdings hätte die Führung des brasilianischen Verbandes CBF unter dem damaligen Präsidenten Jose Maria Marin die Verpflichtung eines Ausländers als Trainer des Rekordweltmeisters für die Heim-WM abgelehnt.

"Es ging nicht einmal ums Geld"

"Pep hat mir gesagt, dass er uns gerne zum WM-Titel führen möchte und auch schon einen Plan dafür hätte. Aber sie haben das nicht gewollt", erzählte Alves.

Der Defensiv- und Mittelfeldspieler, der in Barcelona mehrere Jahre unter Guardiola gespielt hat, machte in dem TV-Interview aus seiner anhaltenden Verärgerung über die damalige Haltung des CBF keinen Hehl: "Es ging nicht einmal ums Geld. Er wollte nur das erreichen, worauf ganz Brasilien gehofft hatte. Wenn man solch eine Gelegenheit verpasst, braucht man sich eigentlich auch gar nicht um die Nationalmannschaft kümmern."

Pleite im WM-Halbfinale gegen Deutschland

Der CBF verpflichtete 2012 Luiz Felipe Scolari als Menezes-Nachfolger. Unter der Führung von Brasiliens Weltmeister-Macher von 2002 erreichten die Südamerikaner bei der Heim-WM zwar das Halbfinale, kassierten in der Vorschlussrunde allerdings eine historische 1:7-Pleite gegen den späteren Weltmeister Deutschland.

Guardiola hatte nach Scolaris Amtsantritt seine selbstgewählte Arbeitspause zunächst fortgesetzt. Anfang 2013 einigte sich der Spanier mit den Bayern auf einen Dreijahresvertrag als Nachfolger von Münchens Triple-Trainer Jupp Heynckes.

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