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"Krebsgeschwür"-Vergleich: Katar verklagt Theo Zwanziger

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Wegen "Krebsgeschwür"-Vergleich  

Katar verklagt Ex-DFB-Boss Zwanziger

11.07.2015, 08:07 Uhr | sid

"Krebsgeschwür"-Vergleich: Katar verklagt Theo Zwanziger. Theo Zwanziger lässt die Klage des katarischen Fußballverbandes kalt. (Quelle: dpa)

Theo Zwanziger lässt die Klage des katarischen Fußballverbandes kalt. (Quelle: dpa)

Der Fußballverband von Katar hat eine Unterlassungsklage beim Landgericht in Düsseldorf gegen den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger eingereicht. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Hintergrund ist eine von Zwanziger nicht abgegebene Unterlassungserklärung, die der WM-Gastgeber von 2022 im Juni von ihm eingefordert hatten.

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Dabei geht es um Zwanzigers in verschiedenen Medien getroffene Aussage, "dass Katar ein Krebsgeschwür des Weltfußballs ist". Der Streitwert der Klage liegt bei 100.000 Euro.

"Nicht hinnehmbare Verleumdung"

Zwanziger reagierte gelassen. "Sie sollen das tun, was sie nicht lassen können. Es reiht sich ein in die Fehleinschätzungen der Katarer, die wir seit Jahren verfolgen", sagte er "FAZ.NET". Der 70-Jährige war im Mai turnusgemäß aus dem Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA ausgeschieden und hält derzeit keine Funktion mehr als Fußballfunktionär.

In einer früheren Mitteilung der Botschaft Katars in Berlin hatte es geheißen, Zwanzigers Äußerungen zu Katar seien eine "nicht hinnehmbare Verleumdung und Herabwürdigung seiner Bürger und staatlichen Gemeinschaft beziehungsweise seiner Mitglieder". Katar sei grundsätzlich offen für konstruktive Kritik, das von Zwanziger benutzte Wort "Krebsgeschwür" sei aber das genaue Gegenteil. Zudem fehle es Zwanzigers Kritik an Beweisen.

Korruptionsvorwürfe und die Frage nach den Menschenrechten

Der Fußballfunktionär hatte die Vergabe der WM 2022 an das Emirat stets kritisiert und dabei neben den Korruptionsvorwürfen auch die Menschenrechtsfrage in den Mittelpunkt seiner Bedenken gestellt. Zwanziger prangerte auch als Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees Missstände an und trat dafür sogar beim Europäischen Parlament auf.

Katar muss sich seit einiger Zeit gegen Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen wehren, die weiterhin eine Ausbeutung von Gastarbeitern auf den Baustellen des Landes sehen.

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