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Frauen-WM, U19 und U21: Enttäuschender Sommer für den DFB

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Dämpfer für deutschen Fußball  

Enttäuschender Turniersommer für die DFB-Teams

14.07.2015, 09:32 Uhr | t-online.de

Frauen-WM, U19 und U21: Enttäuschender Sommer für den DFB. Die Spieler der deutschen U21 schleichen nach der Blamage gegen Portugal vom Platz. (Quelle: imago/Jan Hübner)

Die Spieler der deutschen U21 schleichen nach der Blamage gegen Portugal vom Platz. (Quelle: Jan Hübner/imago)

Es ist nicht der Sommer des DFB. Ein Jahr nach dem WM-Titel der A-Nationalmannschaft in Brasilien konnten die deutschen Teams im Turnierjahr 2015 die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Weder bei der U21-Europameisterschaft, der U20-Weltmeisterschaft, der U19-Europameisterschaft, der U17-Europameisterschaft noch bei der Frauen-WM erreichten sie das Finale.  

Zuletzt scheiterte die U19 als viertes Junioren-Team im Jahr 2015 durch ein 2:2 (1:2) im entscheidenden Gruppenspiel gegen Russland vorzeitig. Damit musste die DFB-Auswahl schon nach der Vorrunde als Schlusslicht der Gruppe punktgleich mit den Halbfinalisten Spanien und Russland sowie den Niederlanden ihre Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung begraben.

"Enttäuschung ist groß"

"Wenn man mit allen Mannschaften punktgleich ist und trotzdem ausscheidet, ist das natürlich sehr bitter", sagte DFB-Trainer Marcus Sorg nach dem vorzeitigen K.o. seiner Elf. "Die Enttäuschung ist entsprechend groß."

Die deutsche Mannschaft hatte vor dem Turnier als einer der Favoriten gegolten, weil Jungprofis wie der Stuttgarter Timo Werner oder der Schalker Leroy Sane im Aufgebot standen.

Flick: "Haben die Erwartungen nicht erfüllt"

Ähnlich groß war die Ernüchterung nach dem Halbfinal-Aus der deutschen U21 bei der Europameisterschaft in Tschechien. Das hochgelobte Team von Trainer Horst Hrubesch war in der Vorschlussrunde von den Portugiesen mit 5:0 deklassiert worden. "Wir haben die Erwartungen nicht erfüllt - da gibt es nichts schönzureden", hatte DFB-Sportdirekor Hansi Flick nach der peinlichen Pleite gesagt.

Den früheren Assistenten von Bundestrainer Joachim Löw konnte auch die erste Olympia-Qualifikation eines deutschen Männer-Teams seit 1988 nicht trösten: "Wir sind mit dem Ziel angetreten, das Turnier zu gewinnen, und dieses Ziel haben wir verfehlt, daran ändert auch das Olympia-Ticket nichts."

Bei den DFB-Damen, die in Kanada Vierte wurden, gab es bereits während des Turniers Diskussionen, ob der Spielstil sowie die Arbeit von Trainerin Silvia Neid noch zeitgemäß sind. Die U20 spielte indes eine überzeugende WM und scheiterte im Viertelfinale unglücklich im Elfmeterschießen an Mali. Allerdings hießen die Gegner zuvor Usbeskistan, Honduras, Fidschi und Nigeria – an der ersten hohen Hürde blieben die DFB-Bubis dann hängen. Auch die U17 spielte bei der EM in Bulgarien überzeugend, ihr wurden allerdings von starken Franzosen im Finale (1:4) deutlich die Grenzen aufgezeigt.

So bleibt ein Jahr nach dem Titel von Rio ein schaler Beigeschmack. Denn so gut, wie der DFB den deutschen Fußball gerne verkauft, ist er offensichtlich doch nicht. Trotz der Top-Nachwuchsarbeit in den Klubs und den Leistungszentren, trotz immer mehr junger Spieler in den Klubs. Dass auch der größte Fußball-Verband der Welt noch jede Menge Arbeit vor sich hat, hat der Turniersommer 2015 eindrucksvoll belegt.

Damit ist die U17-WM in Chile (17. Oktober bis 8. November) für den Weltmeister-Nachwuchs die letzte Chance des Jahres auf einen Erfolg. Immerhin: Der DFB war als einziger Verband für alle fünf U-Turniere 2015 qualifiziert.

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