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"Laptop-Trainer": Zorniger und Wormuth kontern Scholl-Kritik

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Diskussion um "Laptop-Trainer"  

VfB-Trainer Zorniger kontert Scholls Kritik

07.09.2015, 15:08 Uhr | t-online.de, sid

"Laptop-Trainer": Zorniger und Wormuth kontern Scholl-Kritik. Alexander Zorniger trainiert seit dem Sommer den VfB Stuttgart.  (Quelle: imago/Sportfoto Rudel)

Alexander Zorniger trainiert seit dem Sommer den VfB Stuttgart. (Quelle: Sportfoto Rudel/imago)

Mehmet Scholl bekommt nach seiner Kritik an der Trainerausbildung in Deutschland Gegenwind. Sowohl Alexander Zorniger vom VfB Stuttgart als auch Frank Wormuth vom DFB äußern in der "Bild"-Zeitung ihr Unverständnis für Scholls deutliche Worte.

"Ich wundere mich ein wenig über die Aussagen von Mehmet, denn vor nicht allzu langer Zeit war er einmal bei uns externer Referent. Er hat dabei auch unsere Ausbildung in höchsten Tönen gelobt. Seine Kritik ist mir ein Rätsel", sagte Wormuth.

Scholl hatte im "Spiegel" die Ausbildung scharf kritisiert und die Taktik-Hörigkeit der Absolventen angeprangert. Zudem hätten viele Trainer "keine Ahnung, wie ein Profi auf höchstem Niveau tickt". Dass seien in seinen Augen "Laptop-Trainer". "Das ist eben Mehmet. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte er auch immer einen Laptop im Unterricht dabei", sagte Zorniger. Die beiden hatten 2012 gemeinsam die Fußballlehrer-Ausbildung beim DFB absolviert.

Scholl: "Immer der gleiche Typus"

"Je mehr ich die Kandidaten beobachtet habe, die mit Bestnoten abschließen, die dieses typische Kursbester-Gesicht haben und die Kursinhalte aufgesogen haben, desto mehr sträubten sich bei mir die Nackenhaare", sagte der einstige Starspieler des FC Bayern. Hauptproblem sei, dass die Trainer Profifußball nie als Aktiver erlebt hätten. "Im Moment kommt eine Schwemme von Trainern auf den Markt, immer der gleiche Typus, der alles anders macht, als ich es machen würde."

Zudem sei die Diskussion über Spielsysteme total überhitzt. "Die Profis werden doch viel zu sehr in diesen Systemen rumgeschoben. Warum sollte ein Spieler drei verschiedene Positionen beherrschen? Normalerweise besteht eine Mannschaft aus elf Spezialisten", sagte Scholl.

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