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Sepp Blatter ist laut "Welt am Sonntag" im Visier des FBI

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Wegen Zehn-Millionen-Zahlung  

"Welt am Sonntag": Blatter im Visier von FBI-Fahndern

20.09.2015, 12:03 Uhr | sid

Sepp Blatter ist laut "Welt am Sonntag" im Visier des FBI. Noch-FIFA-Präsident Joseph Blatter soll nun doch im Fokus von Ermittlungen stehen. (Quelle: imago/Cordon Press Miguelez Sports)

Noch-FIFA-Präsident Joseph Blatter soll nun doch im Fokus von Ermittlungen stehen. (Quelle: Cordon Press Miguelez Sports/imago)

Im FIFA-Korruptionsskandal soll Weltverbands-Chef Joseph Blatter stärker als bisher bekannt im Visier der US-Bundespolizei FBI stehen. Das berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen. Die mutmaßlichen Untersuchungen sollen in Zusammenhang mit Südafrikas ominöser Zehn-Millionen-Dollar-Zahlung an den karibischen Regional-Verband CFU stehen.

Laut "WamS" untersuchen die FBI-Fahnder mögliche Verstrickungen Blatters in den Deal der Südafrikaner mit dem unter massivem Korruptionsverdacht stehenden Ex-CFU-Boss Jack Warner. Die Ermittler gehen der Annahme nach, dass Blatter die Zahlung als Überzeugungshilfe für Südafrikas Bewerbung um das WM-Turnier 2010 angeregt haben könnte und mithin letztlich auch davon gewusst haben müsste.

Südafrika hat die Zahlung als Förderung von Fußball-Entwicklungsprojekten deklariert. Die US-Justiz hingegen hält die Summe für Schmiergeld als Gegenleistung für Stimmen der CFU-Nationalverbände für die WM-Premiere auf dem afrikanischen Kontinent. Blatter soll im Vorfeld der WM-Vergabe Südafrikas damaligen Staatspräsidenten Thabo Mbeki und seinen damaligen FIFA-Vorstandskollegen Warner zusammengebracht und damit den Weg für die mutmaßliche Manipulationsabsprache geebnet haben.

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Bisher nie verdächtig

Die Summe wurde einige Zeit nach dem Zuschlag für die Kaprepublik vom inzwischen aus anderen Gründen suspendierten FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke von einem Verbandskonto an die CFU überwiesen. Als offizielle Begründung für den Umweg der Geldanweisung wurde die Verwaltung von Südafrikas WM-Budget durch die FIFA angeführt.

In sämtlichen Ermittlungen der Justizbehörden zum FIFA-Skandal sowohl in den USA als auch in der Schweiz ist Blatter bisher nicht als Beschuldigter oder auch nur als Verdächtiger genannt worden. Zuletzt jedoch hatte US-Justizministerin und -Generalbundesanwältin Loretta Lynch eine intensivere Überprüfung der Rolle des 79-Jährigen nicht mehr dementieren wollen.

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